Muri
Auch zu Hause kämpften sie nicht finalwürdig – Freiämter Ringer kämpfen um Bronze

Den Freiämter Ringern bleibt der Bronzekampf statt der Finalqualifikation nach der 30:41-Niederlage am Samstag gegen Kriessern.

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Randy Vock (hinten) bezwingt Dominik Laritz am Ende mit 6:5. Wolfgang Rytz

Randy Vock (hinten) bezwingt Dominik Laritz am Ende mit 6:5. Wolfgang Rytz

Wolfgang Rytz;Wolfgang Rytz/WR;

«Kriessern war in diesem Halbfinal klar stärker als wir. Das haben wir auch heute Abend gesehen», kommentierte Freiamts ehemaliger Trainer Leonz Küng das 17:17-Remis vor 520 Zuschauern in der dröhnenden Bachmattenhalle zu Muri. Damit relativierte der Ringerkenner die Leistungssteigerung der Aargauer Ringerhochburg im Halbfinal-Rückkampf. Die St. Galler Rheintaler zeigten dem Team von Trainer Adi Bucher mit einer Sicherheitsaufstellung die Grenzen auf. Im Final kommts zum Duell zwischen Titelverteidiger Kriessern und Willisau. Freiamt erwartet die undankbare Aufgabe, im Kampf um Bronze den Medaillenhunger von Einsiedeln einzudämmen.

«Wenigstens Moral gezeigt»

Adi Bucher schüttelte nach den zehn attraktiven Mattenduellen den Kopf. «Dass Kriessern diesen Match noch ausgleichen kann, ist sinnbildlich für diese Serie.» Die Freiämter hatten im Bachmatten-Hexenkessel drei Kämpfe vor Schluss scheinbar vorentscheidend 14:9 geführt. Dann kassierten die Gastgeber zwei Nuller und Teamleader Pascal Strebel verschenkte durch eine Unaufmerksamkeit einen Mannschaftspunkt. Bucher hatte von seinen Ringern eigentlich eine Steigerung und ein positives Resultat gefordert. «Wenigstens haben wir ein paar enge Kämpfe gewonnen und dabei Moral gezeigt.»

Für leise Hoffnungen sorgte Michael Bucher vor der Pause. Trotz körperlicher Probleme zündete der Freistilspezialist bis 65 kg Greco in der zweiten Runde gegen Gabor Molnar den Turbo. Innert 31 Sekunden fegte der Merenschwander den Ungaren von der Matte.

Aber auch Freiamts 10:7-Vorsprung beunruhigte Kriessern und dessen Trainer Hugo Dietsche nicht. In der zweiten Hälfte zählte er auf fünf standfeste Ringer. Obwohl Freiamt nochmals drei Duelle gewann, glichen die Ostschweizer aus. Das unterstreicht die Ausgeglichenheit des Meisters.

Für Freiamt eroberten die Teamstützen Nino Leutert, Randy Vock und Reto Gisler mit letzten Kräften einen knappen Punktsieg. Hinzu kam der erwartet deutliche, aber nicht bestmögliche Erfolg von Magomed Aischkanow. Dies alles reichte nicht, die sattelfesten Kriessener zu schlagen, geschweige denn zu stürzen. Zu allem Übel mussten Nino Leutert und Aischkanow nach ihrem Einsatz ins Spital. Die Ringerstaffel Freiamt erlebte einen buchstäblich schmerzhaften Abend. (wr)

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