Die projektierten drei Schrankenanlagen bei den Bahnübergängen Bibenlos-Kreuzung Bremgarten, Mutschellenkreuzung Berikon und Kreuzung im Zentrum Rudolfstetten stossen bei Gemeindebehörden auf wenig Gegenliebe. Letzte Woche verfasste der Gemeinderat Zufikon eine Einsprache, jetzt ziehen die Gemeinderäte Rudolfstetten und Berikon nach.

Rudolfstetten: «Gleichstellung»

Der Gemeinderat Rudolfstetten verlangt, dass sämtliche Bahnübergänge der Regionalbahn BDWM Transport AG «dem gleichen Prozedere unterstellt werden». Die Sonderregelung «Trambetrieb ohne Barrieren» solle nicht nur bei bestimmten Übergängen gelten, sondern bei allen.

Falls die Schrankenanlage bei der Kreuzung Bernstrasse/Friedlisbergstrasse im Zentrum von Rudolfstetten installiert wird, fordert der Gemeinderat ein koordiniertes Vorgehen.

Der Barrieren-Einbau sei zeitlich auf die anstehende Sanierung und Umgestaltung der Kantonsstrasse 127 (Bernstrasse) abzustimmen. Mit diesem Begehren ist die Gemeindebehörde schon vor einigen Wochen beim Kanton vorstellig geworden.

Berikon : Vorsorgliche Einsprache

Der Gemeinderat Berikon schickte ans Bundesamt für Verkehr eine vorsorgliche Einsprache im Zusammenhang mit dem Barrierenprojekt bei der Mutschellenkreuzung.

Drei Anträge umfasst diese vorsorgliche Einsprüche. So müsse die Verkehrskapazität des Knotens gewährleistet bleiben.

Auch dürften nach dem Barreiereneinbau keine zusätzlichen Wartezeiten für den motorisierten Verkehr entstehen, und die Lichtsignalanlage sei so zu optimieren, dass die Entleerung der Fahrspuren vor der Schliessung der Schranken erfolgen könne.

Die Erfolgsaussichten der Gemeinde-Einsprachen aus Zufikon, Rudolfstetten und Berikon werden als gering eingeschätzt. Gemäss Eisenbahngesetz-Verordnung müssen alle Bahnübergänge der Schweiz bis Ende 2014 mit Schranken versehen werden.