Die Verantwortlichen in Wohlen um OK-Boss Erich Geissbühler liessen sich einiges einfallen, um den rund 30 Mädchen und Jungen im Alter von fünf bis zwölf Jahren ein paar interessante Stunden auf der «Kunschti» zu bescheren. «So einen Anlass zu organisieren bedeutet für uns einiges an Mehraufwand», so Wohlens Vizepräsident Christian Wüthrich.

«Wasserpuck» statt Eishockey

Bis gestartet werden konnte, war allerdings erst einmal Geduld gefragt. Sintflutartige Regenfälle liessen den Pegelstand der nahen Bünz bedrohlich anwachsen. Und das offene Eisfeld glich einem Tümpel. Im wohlig warmen Eisbahn-Restaurant wärmte man sich auf. «Als ich heute Morgen aus dem Fenster schaute, konnte ich es kaum glauben», so Geissbühler. Der Event wurde gleichwohl durchgezogen und das ursprüngliche Programm angepasst. Petrus hatte ein Einsehen und kurz vor Mittag konnten die Kinder und ihre «Lehrmeister» endlich aufs Eis.

Im Mittelpunkt stand gestern einer, der vor 13 Jahren auszog, um von Dintikon aus die Eishockeywelt zu erobern. Im Alter von 13 Jahren wechselte Robin Grossmann aus dem Nachwuchs des HC Wohlen Freiamt zu Kloten. Der Rest ist Geschichte: Grossmann gab 2005 im Dress der Kloten Flyers sein Debüt in der Nationalliga A und entwickelte sich zu einem der besten Verteidiger der Schweiz. Im vergangenen Frühling gehörte er – der seit fünf Jahren beim HC Davos spielt – zum Schweizer Silberteam an der Weltmeisterschaft in Stockholm. Grossmann (ab kommender Saison beim EV Zug) kannte keine Berührungsängste und hatte für jeden ein nettes Wort übrig. Nicht ins Freiamt fuhren hingegen die EVZ-Profis Sven Lindemann und Fabian Sutter. Die beiden mussten verletzt Forfait erklären. An ihre Stelle rückten NLA-Ref Marc Baumann und der 19-jährige EVZ-Youngster Gianluca Hauser.

Wie nachhaltig der Event für den HC Wohlen Freiamt ist und ob gestern der eine oder andere neue Nachwuchsspieler gewonnen werden konnte, wird sich weisen. Eines ist aber klar: «Wir werden auch nächstes Jahr wieder einen solchen Tag organisieren», so Geissbühler. Dann sei den Wohlern besseres Wetter gewünscht.