Bremgarten
Attraktive Erweiterungen: Dem Freiamt winken direkte Züge nach Zürich

Wenn die Nachfrage weiter ansteigt, werden die Züge der Bremgarten-Dietikon-Bahn in Zukunft dreifach geführt. Zudem winken dem Freiamt direkt Zugsverbindungen nach Zürich. Voraussetzung: Die Bahnhöfe der Region werden ausgebaut.

Jörg Baumann
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Die BD wird bei entsprechender Nachfrage dreifach geführt. ama/Archiv

Die BD wird bei entsprechender Nachfrage dreifach geführt. ama/Archiv

Dem Freiamt winken 2016 direkte SBB-Zugsverbindungen nach Brugg und Zürich. Dafür müssen vorher die Bahnhöfe Muri, Boswil und Wohlen für 56 Millionen Franken ausgebaut werden.

Bisher gab es nur einzelne Entlastungszüge nach Zürich. Die neue S-Bahn-Linie 42 soll im Stundentakt verkehren. Die Fahrt aus dem Freiamt nach Brugg dauert heute 33 Minuten.

Sie soll mit der neuen direkten Verbindung auf 18 Minuten verkürzt werden. Mit dieser Linie erhält das Freiamt eine attraktive, schnelle Anbindung an den Fachhochschulstandort Brugg.

BD-Bahn rechnet mit Ausbau

Die gute Nachricht übermittelte Andreas Wingeier von der Abteilung Infrastruktur der SBB im März den Gemeindedelegierten des Regionalplanungsverbandes Bünztal. Auf das bessere Angebot der SBB reagiert auch die Bremgarten-Dietikon-Bahn.

Die erst vor kurzer Zeit angeschafften Diamant-Züge sollen ab 2019 nicht mehr nur in einer Doppeltraktion verkehren, sondern dreifach geführt werden, teilt Severin Rangosch, Direktor der BDWM-Transport AG, auf Anfrage mit.

Das Unternehmen will drei zusätzliche Züge in Betrieb nehmen, sobald die Nachfrage mit der heutigen Doppeltraktion nicht mehr bewältigt werden kann und alle Bahnhöfe (vor allem Wohlen, Bremgarten und Dietikon) auf die dreifachen Zugskompositionen ausgebaut sind.

Das bessere Angebot der SBB empfindet Rangosch nicht als Konkurrenz. Die Bremgarten-Dietikon-Bahn bringe auch Reisende zur SBB und hole sie bei ihnen ab. «Somit profitieren auch wir von einem attraktiveren SBB-Angebot durch den daraus resultierenden Fahrgastzuwachs.»

Die BD-Bahn könne ihre Vorteile durchaus ausspielen, sagt Rangosch. «Aus Wohler Sicht bedienen wir die Ziele und Arbeitsplätze zwischen Bremgarten und Dietikon und danach zwischen Dietikon und Zürich Altstetten besser.»

Davor, dass Pendler von der BD-Bahn zu den SBB abwandern könnten, fürchtet sich der BDWM-Direktor nicht. Der Schnellbus bringe die Pendler schneller von Bremgarten an die Arbeitsplätze nach Sihlcity und Zürich Enge.

Schnellbus nicht mehr im Stau

Der Schnellbus darf ab nächstem Jahr nach dem Üetlibergtunnel auf die Allmendstrasse abfahren und entkommt so dem Morgenstau im Tunnel.

Nach mehrmaligem Nachfragen der Kantone Zürich und Aargau, der Postauto AG, den Zürcher Verkehrsbetrieben (ZVV) und, last but not least, der BDWM hat das Bundesamt für Strassen Astra beschlossen, dass die Busse der ZVV und der BDWM kurz nach dem Üetlibergtunnel von der Autobahn A3 abfahren dürfen.

Sie werden über eine Spezialausfahrt auf die parallel verlaufende Allmendstrasse geführt.

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