«Der Vorstand der FDP Wohlen sowie die Einwohnerratsfraktion FDP/Dorfteil Anglikon stehen den kantonalen Plänen zur Unterbringung von Asylsuchenden in der Kanti Wohlen kritisch gegenüber», schreibt die Partei in einer Mitteilung.

Vorstand und Fraktion seien sich bewusst, dass es sich bei der Zivilschutzanlage um einen kantonalen Standort handle und entsprechend der Kanton das letzte Wort habe.

Dennoch: «Bei der geplanten Einquartierung von maximal 80 Asylsuchenden darf es sich aber lediglich um eine temporäre Massnahme handeln.» Die FDP nehme die Bedenken aus der Bevölkerung ernst und hoffe, dass eine verträgliche Lösung für alle Beteiligten gefunden werde. Die Mitglieder des Vorstandes und der Fraktion würden vom Gemeinderat eine starke Verhandlungsführung erwarten, in welcher die Anliegen der direkt betroffenen Anwohner, respektive der Schulbesucher aufgenommen und gegenüber dem Kanton mit Nachdruck vertreten würden. Sie lobe denn auch die Absicht zur Schaffung einer Begleitgruppe, welcher als Bindeglied zwischen Bevölkerung, Asylunterkunft, Gemeindeverwaltung und Kanton eine zentrale Funktion zur Erfassung der Anliegen zukomme. In dieser Begleitgruppe solle FDP-Gemeinderat Bruno Breitschmid aktiv als Vertreter von Wohlen mitwirken.

Für den Vorstand und die Fraktion FDP/Dorfteil Anglikon sei wichtig, dass die Asylsuchenden intensiv durch den Kanton betreut würden und die Sicherheit auf dem Schulgelände sowie in den angrenzenden Wohngebieten rund um die Uhr gewährleistet sei. «Die FDP begrüsst zudem die Zusicherung des Kantons, die temporäre Asylunterkunft in Wohlen als Erste wieder zu schliessen und wird sich dafür einsetzen, dass dieses Versprechen eingehalten wird.» (to)