Bremgarten

Diese Motorrad-Gangs verschenken ihre Beute: 3004.44 Franken

Auf dem Weg zur Spendenübergabe fuhren die Töffli-Fans die Bremgarter Altstadt hinunter. Dominic Kobelt

Auf dem Weg zur Spendenübergabe fuhren die Töffli-Fans die Bremgarter Altstadt hinunter. Dominic Kobelt

Mehrere Töffli-Fan-Gruppierungen ratterten am Samstag durch die Bremgarter Altstadt – für einen guten Zweck. Sie übergaben den Mitarbeitern und Bewohnern des St. Josefheims Bremgarten eine Spende von 3004 Franken und 44 Rappen.

Die Gesichter der Töfflibuebe Freiamt Reusstal strahlten genauso wie diejenigen von Mitarbeitern und Bewohnern des St. Josefheims Bremgarten, als sie die Spende von 3004 Franken und 44 Rappen übergeben konnten. Dabei begann alles mit einer grossen Enttäuschung.

Töfflibuebe Freiamt Reusstal

Töfflibuebe Freiamt Reusstal

Chris Faltin, begeisterter Töffli-Fahrer, durfte bei der «Reise des goldenen Tanks» dabei sein. Bei der Aktion fahren deutsche «Töffli-Gangs» einen goldenen Tank von Flensburg bis nach München und übergeben ihn jeweils der nächsten Gang.

Jeder Club sammelt Geld, und am Schluss wird der Betrag einem wohltätigen Zweck gespendet. Das wollte Faltin auch in der Schweiz machen und nahm den goldenen Tank nach Lugano mit. An einem Rennen wurde fleissig gesammelt und der goldene Tank wurde reichlich schwer – als er den Töffli-Fans vor ihrer Nase geklaut wurde. «Das hat mich wahnsinnig frustriert», erzählt Faltin.

Pannen gehören dazu

Es passt zu dem Naturell dieser Töffli-Verrückten, dass sie sich davon nicht zur Aufgabe zwingen liessen. Genau wie sie am Samstag auf ihrem Ausflug – wie üblich – mit ein paar Pannen umzugehen wussten, genau so haben sie sich von dem geklauten Spendengeld nicht von der Landstrasse abbringen lassen. Im Gegenteil: Der «Mofa-Papst» Chris Faltin hat seine Kontakte genutzt, einen neuen Tank organisiert und zum Spenden aufgerufen.

Mit dem Ergebnis, dass sogar Spenden aus Deutschland kamen und bis am Samstag über 3000 Franken gesammelt werden konnten. Rund 40 Fahrerinnen und Fahrer aus verschiedenen Töffli-Gangs, von den «Zylinderköpfen» aus der Ostschweiz, Region Oberer Zürichsee über die Töfflifreunde Winterthur bis zu den «2 Takt Riders» beteiligten sich an der wohltätigen Ausfahrt.

Im Gegensatz zu den berühmt-berüchtigten Motorrad-Gangs war hier aber keine Rivalität zu spüren. «Wir halten an, wenn jemand eine Panne hat», versichert Faltin. «Wir sind wie eine Familie.» Eine laute Familie. Vielleicht auch ein bisschen verrückt. Aber sehr bewundernswert.

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