Stefano Coroniti ist ein Künstler. Davon ist Architekt Kurt Kolb überzeugt. Wie er den neuen Skatepark in den Bachmatten in Muri betoniert, ringt ihm die volle Bewunderung ab. «Das Betonieren der Elemente ist Handwerk pur und muss sehr präzise erfolgen, die Umsetzung von den Plänen ist äusserst anspruchsvoll. Das braucht einiges an Vorstellungsvermögen und Können.» Zwar hat die Realisierung des Skatepark zeitliche Verzögerung, aber das ficht Projektleiter Noel Eichenberger nicht an. «Es kommt nicht so sehr darauf an, wann der Park eröffnet wird als vielmehr, dass seine Qualität stimmt.»

Eine der besten Anlagen

Eine erste Variante mit aufgestellten Hinderniselementen wurde nach Anregungen von Skatern über den Haufen geworfen. Jetzt wird für 140000 Franken eine vollbetonierte Anlage erstellt. «Diese Lösung ist die viel bessere», ist Eichenberger überzeugt, der bereits vier Neuanlagen fachtechnisch begleitet hat. «Eine vollbetonierte Anlage kann einerseits passgenau in die Örtlichkeiten eingefügt werden, anderseits ist sie wesentlich dauerhafter und resistenter gegen Vandalenakte.» Muri werde eine hervorragende Anlage und eine der grössten im Aargau bekommen, «besser als beispielsweise diejenige in Wohlen.» Das freut auch Vizeammann Hampi Budmiger, der sich früh für die Anlage engagiert hatte.

Unter Plastik

Gegenwärtig sind die Hälfte der Arbeiten abgeschlossen. Die sich im Bau befindlichen einzelnen Elemente sind «verpackt», das heisst, es wurden eigentliche Zelte um sie gebaut, damit die Leute der Pius Weiss AG arbeiten können. Noch fehlt die Bodenplatte, welche die einzelnen Elemente verbindet. Ihre Realisierung hängt auch von der Witterung ab. Aber der Skatepark wird voraussichtlich Ende März oder Anfang April eröffnet werden können. Total weist der Park sechs Elemente auf, eines ist noch nicht in Angriff genommen worden, weil es zusammen mit der Bodenplatte betoniert wird. Die Bodenplatte selber wird Gefälle haben, damit Regenwasser ablaufen kann. «Der Skatepark wird sowohl für Anfänger als auch für Profis viel zu bieten haben», verspricht Eichenberger.

Weil die Elemente nicht mehr nur hingestellt, sondern voll in die Anlage betoniert sind, gibt es vom Kanton statt 40000 Franken nur noch einen Beitrag von 20000 Franken an den Skatepark . Doch das Budget wird trotzdem eingehalten, weil die Josef Müller-Stiftung die Situation mit 20000 Franken rettet.

Mehr Informationen: www.muska.ch