Dass er zuvor nicht angetreten ist, begründet Arsène Perroud, der Leiter des Vereins für Jugend und Freizeit, mit seiner Grossratskandidatur. «Ein Gemeinderatssitz plus ein Grossratsmandat hätte ich mit meiner Familie und meinem Job schlicht nicht vereinbaren können», sagte er gestern an einer Medienkonferenz. Da das Grossratsmandat nun wegfällt, hat er aber genügend Kapazität für einen Sitz im Wohler Gemeinderat.

Kandidatur ist für die SP zentral

Die 155 Stimmen und die durchwegs positiven Feedbacks hätten ihn zudem bekräftigt, so Perroud: «Ich sehe das als Aufforderung, ins Rennen einzusteigen.» Die SP wollte Perroud schon beim ersten Wahlgang aufstellen. «Für die Partei ist es zentral, anzutreten, denn in Wohlen haben wir in den letzten beiden Legislaturen stetig zugelegt. Es ist Zeit, dass sich mit einem Sitz im Gemeinderat der Volkswille auch in der Regierung spiegelt.»

Gsell tritt nicht mehr an

Ob Gemeinderatskandidat Markus Gsell (parteilos), der im ersten Wahlgang 504 Stimmen erhalten hat, nun tatsächlich zugunsten von Perroud verzichten wird, ist noch unklar.