Wohlen

Anwohner sind empört: «Die Markierungen sind doch sinnlos – was bringen diese Streifen?»

Sinnlos oder eine günstige Verkehrsberuhigung? Die Messungen werden es zeigen.

Sinnlos oder eine günstige Verkehrsberuhigung? Die Messungen werden es zeigen.

Die Gemeinde Wohlen gibt Auskunft zu Markierungen im Bifang-Quartier. Diese hatten so manchen Anwohner empört.

«Die Markierungen sind doch sinnlos. Was bringen diese Streifen?», regt sich ein Anwohner der Bifangstrasse auf. Auf beiden Seiten der Fahrbahn wurden gelbe Farbbänder auf die Strasse aufgetragen. Die Gemeinde Wohlen gibt Auskunft.

Die Werkleitungen der Quartierstrasse mussten saniert werden. Zeitgleich wurden der Belag erneuert und die gelben Markierungen aufgetragen. Sinnlos sind sie nicht: «Sie dienen als ergänzende Verkehrsberuhigungsmassnahme», sagt Christoph Meyer, Projektleiter Tiefbau und Verkehr der Gemeinde Wohlen.

Die Streifen sollen die Strasse für Autofahrer optisch verschmälern. Zusätzlich wurden die Mittelstreifen auf der Fahrbahn entfernt. Beides, damit das Tempolimit von 30 km/h eingehalten wird. «Zusätzlich wurden auf Höhe des Altersheims vier Längsparkplätze realisiert. Auch das soll zur Temporeduktion beitragen.»

Die vorgeschriebene Überprüfung ein Jahr nach der Einführung hatte gezeigt, dass das Tempo-30-Limit nicht eingehalten wurde. Das Aufbringen der Farbbänder kostet 13 000 Franken. «Das ist bedeutend günstiger als bauliche Verkehrsberuhigungsmassnahmen», so Meyer.

Im Zuge dieser Arbeiten wurde die Bushaltestelle vor dem Altersheim den Bedürfnissen der gehbehinderten Bewohner angepasst. Nebst einer Wartebank ermöglicht eine Erhöhung, dass die Senioren ohne Probleme ins Postauto zusteigen können.

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