Als Ausflügler am Sonntag in Rottenschwil in ihr am Ufer der Reuss parkiertes Auto einsteigen wollten, erlebten sie eine böse Überraschung. Der Baum, an dem sie geparkt hatten, war auf ihr und ein weiteres Auto gefallen, wie «Blick am Abend» berichtete. Schnell wurde klar, was der Grund für den Baumfall war: Am Stamm waren deutliche Spuren eines Bibers zu erkennen.

Eines der parkierten Autos wurde beim Vorfall beschädigt. Laut «Blick»–Leserreporter Fabian Gehrig, der sich mit den betroffenen Autofahrern vor Ort befand, wurde die Frontscheibe von einem der Fahrzeuge eingedrückt. Damit der Fahrer im betroffenen Wagen aussteigen konnte, musste der Baum zudem angehoben werden – sonst wäre das Auto zerkratzt worden, wie Gehrig erzählt.

Verletzt wurde beim Vorfall niemand. Der umgefallene Baumstamm wurde von der Feuerwehr mittlerweile entfernt.

Biber in der Region 

Am Reussufer leben viele der streng geschützten Biber. Daher treffe man in der Region öfter auf von den Tieren angeknabberte Bäume, wie Gehrig sagt. «Normalerweise passiert es aber weiter weg von den Siedlungen.» Auch Erwin Osterwalder, Fachbereichsleiter Jagd bei der Sektion Jagd und Fischerei des Kantons, kann das bestätigen. Trotzdem könne es immer wieder mal zu solchen Fällen kommen, wie er «Blick» erklärt. 

Biber knabbern Bäume – und Äpfel, wie dieses Video aus einem Aarauer Garten zeigt

Biber knabbern Bäume – und Äpfel, wie dieses Video aus einem Aarauer Garten zeigt (16. Juli)

Wer nahe an der Aare wohnt, kann schon mal Besuch von einem Biber bekommen. Dieser hier raschelte am heiterhellen Tag durch einen Aarauer Garten und knabberte genüsslich an den Äpfeln, die dort im Gras lagen. 

Für die streng geschützten Tiere haben solche Vorfälle keine Konsequenzen. Eine Umsiedelung würde laut Osterwalder nichts bringen. «Das Revier würde innert kürzester Zeit von einem anderen Tier besetzt.» Eine Möglichkeit gibt es allerdings um ungünstige Baumfällungen von Bibern vorzubeugen: An gewissen Orten können Gitter um die Bäume gesetzt werden. 

(cki)