Tötungsdelikt

Andreas S. erstach seine Eltern in Sarmenstorf: Gemäss Gutachten ist er schuldunfähig

Der 33-jährige Schweizer, der am 8. Juli 2015 seine Eltern erstochen hatte, ist laut psychiatrischem Gutachten schuldunfähig. Das meldet die Aargauer Oberstaatsanwaltschaft.

Am Abend des 8. Juli 2015 wurde ein Ehepaar tot in ihrem Einfamilienhaus in Sarmenstorf aufgefunden. Nach Ermittlungen zeigte sich, dass der älteste Sohn des Paares am Tatabend zu dem Haus gefahren war, wo es zu einem Streit in der Küche kam. Dieser artete zu Tätlichkeiten aus, wie die Aargauer Oberstaatsanwaltschaft in eine Medienmitteilung vom Donnerstag schreibt.

Fiona Strebel, Sprecherin der Aargauer Staatsanwaltschaft, erläutert die Schuldunfähigkeit.

Fiona Strebel, Sprecherin der Aargauer Staatsanwaltschaft, erläutert die Schuldunfähigkeit.

Der Streit eskalierte und der Täter Andreas S. zog sein Klappmesser – damit fügte er seinen Eltern insgesamt 35 Stich- und Schnittwunden im Bereich des Halses, der Brust und dem Rücken zu. Die Eltern verstarben noch vor Ort.

Täter geständig

Der älteste Sohn, Andreas S. war nach seiner Festnahme geständig: Sie hätten ihn angegriffen und er habe aus Notwehr gehandelt. Gemäss einem nun vorliegenden psychiatrischen Gutachten litt und leidet der 33-jährige S. unter paranoider Schizophrenie und «befand sich zum Zeitpunkt der Tat in einem akut psychotisch-wahnhaften Zustand». Daher gilt der Mann als schuldunfähig.

Ehepaar in Sarmenstorf AG getötet: Ermittlungsarbeiten am Tatort am Mittwochabend.

09. Juli 2015: Ehepaar in Sarmenstorf getötet: Ermittlungsarbeiten am Tatort am Mittwochabend.

S. befindet sich seit Dezember 2015 im vorzeitigen Straf- und Massnahmenvollzug. Er kann für die Taten nicht strafrechtlich belangt werden. Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten hat nun eine stationäre therapeutische Massnahme beantragt. Dieser Antrag ist beim regionalen Bezirksgericht in Bremgarten hängig. (hug)

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