Andreas Glarner tritt bei den Gemeinderatswahlen im Herbst nicht mehr an. Er will sich auf sein Nationalratsmandat und seine unternehmerische Tätigkeit konzentrieren.

Seine Liebe zu Oberwil-Lieli sei aber alles andere als erloschen, gibt der Aargauer SVP-Nationalrat zu verstehen. «Ich liebe dieses Dorf und sein Bewohner wirklich», sagt Glarner gegenüber Tele M1. Nach 20 Jahren sei es aber an der Zeit für «junges Gehölz.»

Nach dem Streit um die Aufnahme von Asylbewerbern in Glarners Heimatgemeinde und dessen Wahl in den Nationalrat wurde die Kritik am prominenten SVP-Hardliner in Oberwil-Lieli in jüngster Zeit immer lauter. Für Glarner sei dies aber nicht ausschlaggebend gewesen. Er habe sich bereits im November entschieden.

«Das sind ein paar Versprengte, die sich unter neuem Titel zusammengefunden haben und nun versuchen, Opposition zu betreiben», beschreibt Andreas Glarner seine politische Gegnerschaft im Dorf.

Rückblickend wäre ihm etwas weniger Aufmerksamkeit in den Medien oft lieber gewesen, sagt Glarner. Er bedauere aber nichts. Immerhin weise Oberwil-Lieli heute den tiefsten Steuerfuss sowie das höchste Durchschnittseinkommen und Vermögen im Kanton auf, betont er.

In die Gemeindepolitik will sich Glarner nach seiner Zeit als Ammann möglichst nicht einmischen. «Ich hoffe, es gelingt mir», sagt er. Nur falls es völlig «aus dem Ruder» laufe, werde er dann doch etwas sagen müssen. «Aber ich werde versuchen, mich zurückzuhalten.» (cze)