Wohlen

An Pfingsten läuft sogar der Gemeinderat um die Wette

780 Läuferinnen und Läufer trotzten der Hitze und nahmen am 51. Pfingstlauf in Wohlen teil. Unter ihnen waren auch die Wohler Gemeinderäte Roland Vogt, Arsène Perroud, Urs Kuhn und Paul Huwiler und Gemeindeschreiber Christoph Weibel.

Es war eng, sehr eng. Jeder Shuttlebus, der die Läufer von der Wohler Hofmatten Turnhalle zur Rennstrecke brachte, war am letzten Samstag rappelvoll. Trotz oder vielleicht gerade wegen den heissen Temperaturen, suchte die Freiämter Sportgemeinschaft die Herausforderung am Pfingstlauf.

Jung und Alt rannten gleichermassen, wie schon seit 51 Jahren. In 38 verschiedenen Kategorien konnten sich die Athleten und Athletinnen messen. Eng wie im Shuttle war es dann aber auf der Rennstrecke nicht mehr. Der Äthiopier Fikru Guta rannte als Tagesschnellster mit beeindruckender Lockerheit der Konkurrenz davon.

Süss: Der Zieleinlauf der Bambini-Mädchen

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Auch Soldaten unterwegs

Beeindruckend war auch der Einsatz der Waffenläufer. 181 (Ex-)Soldaten und Soldatinnen rannten zehn Kilometer in Uniform und mit einem Gewehr auf dem Rücken. Dabei zeigte sich der Wille und Zusammenhalt zwischen den Soldaten, die sich immer wieder gegenseitig motivierten.

Im Vordergrund stand wie jedes Jahr der Spass. Vor allem die jüngste Kategorie Bambini sorgte für gute Unterhaltung bei den Zuschauern. Die Kleinsten gaben auf der 350-Meter-Strecke ihr Bestes und selbst wenn es bei den Einen oder Anderen ein paar Tränen gab, so überwog im Ziel dann doch der Stolz über das Komplettieren der Strecke.

Auch der Gemeinderat verpasste den Kultevent nicht. Mit Christoph Weibel, Roland Vogt, Arsène Perroud, Urs Kuhn und Paul Huwiler kämpften fünf Volksvertreter in drei verschiedenen Kategorien gegen die Hitze an. Die Temperatur war dabei der einzige Gegner, den es wirklich zu schlagen galt. Bei 29 Grad rannten die Sportler und Sportlerinnen aber gut durch den Wohler Wald. «Sehe ich für die Kamera überhaupt noch gut genug aus?», lachte der sichtlich erschöpfte Gemeinderat Perroud im Ziel.

Faszination Laufsport

780 Läufer und Läuferinnen nahmen dieses Jahr teil. «Es sind leider nicht mehr so viele wie in den vergangenen Jahren. Trotzdem bin ich sehr zufrieden mit der Tagesbilanz», meint Vize-Präsident und Organisationsleiter Urs Schalch. Seit 25 Jahren ist er im Vorstand der Läuferriege, die sich hauptsächlich durch den Event finanziert. Dass der Pfingstlauf in dieser langen Zeit noch nie rote Zahlen schreiben musste, ist zu einem grossen Teil auch seinem Einsatz zu verdanken. «Meine Motivation brauche ich mir nicht zu erarbeiten. Das Rennen ist meine Passion und wenn ich sehe, wie viele Menschen wir so jedes Jahr zusammenbringen, erfüllt mich das mit Stolz.»

Als grösste Herausforderung der kommenden Jahre nennt er den fehlenden Nachwuchs in der Läuferriege. Die strahlenden Gesichter der zahlreich erschienenen «Bambini» sprechen da aber eine andere Sprache. Und solange der Lauf verletzungsfrei abläuft ist alles Weitere sowieso zweitrangig.

Der Pfingstlauf ist zusammen mit neun weiteren Wettkämpfen teil der AZ-Goldläufe 2017. Die letzten vier Goldläufe, finden in Staufen (20. August), Muri (2. September), am Hallwilersee (14. Oktober) und in Gippingen (31. Dezember) statt.

Als der letzte Läufer die Zielgerade durchschritten hatte, blickte Schalch zufrieden auf die Rennstrecke zurück. In seinen Augen war schon die Vorfreude auf das nächste Jahr zu erkennen.

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