Muri
An neuer Tankstelle gibts Gratisstrom für die Elektrofahrzeuge

Das Unternehmen Fischer Söhne AG hat eine Ladestation in Betrieb genommen, die alle Besitzer von Elektroautos kostenlos benützen dürfen.

Eddy Schambron
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Volker Brinke, CEO der Fischer Söhne AG (links), und Erich Camenisch, an der neuen Strom-Ladestation für alle. es

Volker Brinke, CEO der Fischer Söhne AG (links), und Erich Camenisch, an der neuen Strom-Ladestation für alle. es

Es gibt eine «Tankstelle» mehr in Muri. Der Unterschied zu den bestehenden: Bei der Fischer Söhne AG an der Luzernerstrasse 105 gibt es kein Benzin, sondern Strom. Und er ist gratis.

«Die Ladestation kann kostenlos von jedermann benützt werden», bestätigt Erich Camenisch. Es war seine Idee. Er fährt nämlich schon länger Elektroauto und hat sein Fahrzeug jeweils zu Hause und während der Arbeitszeit bei der Fischer Söhne AG geladen.

Weshalb, sagte er sich, sollen das nicht auch andere können? Er überzeugte CEO Volker Brinke von der Idee, und jetzt kann an der Ladestation über einen industriellen Drehstromstecker oder über eine normale Steckdose geladen werden. Nur das Ladekabel müssen die Fahrerinnen und Fahrer selber mitbringen.

Innovation hoch zwei

«Eine solche Ladestation passt gut zu unserem Unternehmen», erklärt Brinke. «Wir sind schon immer sehr innovativ gewesen, und Elektroautos sind das auch.» Die Fischer Söhne AG verarbeitet Kunststoff, sie ist Spezialistin im Extrusionsblasen und im Spritzgiessen.

Für die Einweihung der Ladestation fuhren etliche Elektroautobesitzer auf dem Firmengelände vor. Dies praktisch geräuschlos, wie es bei Elektrofahrzeugen üblich ist. Vom teuren, luxuriösen Tesla über den im normalen Alltagsgebrauch stehenden Wagen bis zum zweisitzigen «Twizy» der Marke Renault war eine recht breite Palette an Elektromobilität zu sehen.

Stromproduktion in Prüfung

Der Strom, der bei der neuen Ladestation in die Autos fliesst, wird noch nicht selbst produziert. «Wir arbeiten bei der Kunststoffverarbeitung mit Wärmerückgewinnung und verfolgen ein strenges Umweltmanagement», erläutert Geschäftsleiter Volker Brinke. Die Stromproduktion über eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Firmengebäudes ist allerdings bereits in Prüfung und könnte schon bald umgesetzt werden.

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