Dietwil

An dieser Einfahrt passieren bald rund 120 Lastwagen – pro Tag

Baubeginn für den Verkehrsknoten; im Hintergrund der Standort der Aushub-Deponie Babilon.

Baubeginn für den Verkehrsknoten; im Hintergrund der Standort der Aushub-Deponie Babilon.

Der neue Knoten zwischen Oberrüti und Dietwil im Ausserortsbereich der Kantonsstrasse K 125 dient der Erschliessung der Deponie Babilon für sauberes Aushubmaterial. Damit wird die Sicherheit erhöht und der Verkehr flüssig gehalten.

Es ist keine grosse Baustelle für den Kanton. Aber eine wichtige: Der neue Knoten zwischen Oberrüti und Dietwil im Ausserortsbereich der Kantonsstrasse K 125 dient der Erschliessung der Deponie Babilon für sauberes Aushubmaterial. «An oberster Stelle steht dabei die Verkehrssicherheit», stellte Marius Büttiker, Leiter Strassen 2 der Abteilung Tiefbau beim Departement Bau, Verkehr und Umwelt am Spatenstich fest.

Der Knoten kostet rund 350'000 Franken und wird vollumfänglich vom Verursacher, der Deponie Freiamt AG, bezahlt. Die Bauzeit wird ungefähr vier Wochen dauern, es ist vorgesehen, den Deckbelag im Mai einzubringen. «Wir versuchen, während der Bauzeit den Verkehr so wenig wie möglich zu beeinträchtigen», versprach Büttiker. Der Verkehr wird in dieser Zeit mit einer Lichtsignalanlage geregelt.

Erfreut zeigte sich Büttiker, dass zwischen Planung und Baubeginn nur gerade zwei Jahre verstrichen sind, obwohl noch mit einem Einwender eine Lösung gesucht werden musste. «Normalerweise dauern solche Projekte bis fünf Jahre.»

Neu mit Einbiegespur

Der Deponie Babilon in Dietwil wird, nachdem die entsprechende Deponie in Beinwil praktisch gefüllt ist, mit sauberem Aushubmaterial beschickt. Die Deponie Freiamt AG rechnet mit täglich rund 120 Lastwagen. «8000 Fahrzeuge am Tag auf dieser Kantonsstrasse und 120 ein- und ausbiegende Lastwagen, das geht zusammen ohne entsprechenden Knoten nicht», macht Büttiker klar.

Deshalb wird jetzt im Abzweigebereich die Strasse um 3,30 Meter verbreitert, damit als Kernstück eine Einbiegespur für die Lastwagen entsteht. Diese trägt dazu bei, dass der Verkehr auf der Kantonsstrasse flüssig bleibt. Der Ausbauperimeter ist etwa 180 Meter lang, wie Projektleiter Michael Ehrhard ausführte. Das dafür benötigte Land konnte mit Dienstbarkeiten gesichert werden, damit es nicht gekauft werden musste. Dieses Land wird nur für einen Zeitraum von rund acht Jahren genutzt.

Rückbau nach 8 Jahren

Nach diesen acht Jahren ist die Deponie gefüllt. Dann geht die Nutzung des benötigten Landes für den Verkehrsknoten wieder an die Besitzer zurück, der Knoten selber wird, wieder auf Kosten der Verursacher, zurückgebaut. Das wird mit rund 50 000 Franken zu Buche schlagen. Die Deponie Babilon wird unter anderem das Material aus dem Tagbautunnel der Südwestumfahrung Sins aufnehmen. Sie misst rund 19,7 Hektaren und vermag ein Volumen von 1,39 Millionen Kubikmetern zu fassen. Jährlich sollen durchschnittlich 175 000 Kubikmeter zugeführt werden.

Die Rekultivierung der Anlage wird weitere ein bis zwei Jahre beanspruchen. Unter anderem wird der Knodenbach auf 200 Metern renaturiert. Es entstehen neue Weiher, welche als wertvoller Lebensraum für Amphibien geeignet sind. Weiter werden mindestens 15 Prozent des Deponieperimeters mit Magerwiesen und Gehölzen als ökologische Ausgleichsfläche gestaltet.

Die Deponie Freiamt AG zahlt pro Kubikmeter aufgefülltem Aushubmaterial eine Gebühr. Diese Entschädigung steht der Einwohnergemeinde als Standortgemeinde und den jeweiligen Grundeigentümern zu. Die Einwohnergemeinde kann gesamthaft mit einem Ertrag von rund 3,4 Mio. Franken rechnen. Bei einer Betriebsdauer von acht Jahren ergibt dies einen Betrag von rund 420'000 Franken jährlich.

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