Als Bruno Breitschmid als neu gewählter Wohler Gemeinderat vor acht Jahren den Vorsitz der Organisation übernahm, war es noch die Amtsvormundschaft. Inzwischen heisst sie Kindes- und Erwachsenenschutzdienst Bezirk Bremgarten (KESD), ist völlig neu organisiert und strukturiert und hat einige turbulente Jahre hinter sich.

Bruno Breitschmid musste sich als Präsident in seiner Amtszeit mit verschiedenen Konzepten befassen. So waren einst Bestrebungen im Gang, verschiedene Sozialdienste im Bezirk zu einem grossen Ganzen zusammenzufassen, dann gab es Diskussionen zur Standortfrage des KES-Dienstes, und schliesslich kam der Chlapf beim Verein für Jugend- und Familienberatung (JFB), der schliesslich liquidiert und, begleitet von zahlreichen Nebengeräuschen, in den KESD integriert wurde.

Grosses Engagement gezeigt

An der Abgeordnetenversammlung vom vergangenen Dienstag ist Bruno Breitschmid als Präsident verabschiedet worden. Als sein Nachfolger wurde einstimmig der Wohler Gemeindeammann Arsène Perroud gewählt.

Vizepräsident Renato Sanvido würdigte Breitschmid als stets engagierten und vor allem menschlichen Präsidenten: «Menschen sind für Bruno wichtig, mit Menschen kann er auch gut umgehen», sagte Sanvido und ging kurz auf Breitschmids Amtszeit ein: «Es waren keine einfachen Jahre, er hatte viele scharfe Klippen zu umschiffen, und er hat das Boot dabei dank seinem unermüdlichen Einsatz stets sicher auf Kurs gehalten.» Mit Geschenken und lang anhaltendem Applaus wurde der Präsident in die verdiente «Pension» verabschiedet.

Renato Sanvido (Villmergen) bleibt KESD-Vizepräsident, er wurde zusammen mit den ebenfalls wiederkandidierenden Vorstandsmitgliedern Gabriela Bereuter (Zufikon), Rosmarie Groux (Berikon) und Theo Rau (Bremgarten) mit Applaus wiedergewählt.

Wenigstens an seiner letzten Versammlung wurde Bruno Breitschmid nicht stark gefordert und konnte es ruhig nehmen. Obwohl mit 3,316 Mio. Franken 128 000 Franken mehr ausgegeben worden sind als budgetiert, gab es weder zur Jahresrechnung noch zu den anderen traktandierten Geschäften keine Bemerkungen aus der Runde. Das wohl auch deshalb, weil es rund läuft und der KESD 2017 die Betriebskosten im Griff gehabt hat. Der finanzielle Aufwand pro Mandant ist gegenüber dem Vorjahr um 4 % gesunken und liegt jetzt bei durchschnittlich 3241 Franken pro Fall.