Behörden
Amtsvormundschaft ist ab Oktober zentral in Wohlen

Die beiden getrennt geführten Amtsvormundschaftsstellen Bremgarten und Wohlen werden zusammengelegt. Ab Herbst ist sie zentral in Wohlen. Das Personal wird ausserdem aufgestockt.

Jörg Baumann
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Verbandspräsident Bruno Breitschmid begrüsst die neue Stellenleiterin Monika Märki mit einem Blumenstrauss. BA

Verbandspräsident Bruno Breitschmid begrüsst die neue Stellenleiterin Monika Märki mit einem Blumenstrauss. BA

Die Amtsvormundschaft Bezirk Bremgarten setzt längst fällige Reformen um. So werden die beiden Standorte Bremgarten und Wohlen im Herbst zentral in Wohlen zusammengelegt. Das teilte Verbandspräsident Bruno Breitschmid, Gemeinderat und Sozialvorsteher in Wohlen, an der Abgeordnetenversammlung mit.

An zentraler Lage

Wo die neuen Büros der Amtsvormundschaft in Wohlen eröffnet werden, wollte Breitschmid noch nicht sagen. «Wir stehen noch mit dem Vermieter in Verhandlungen. Ich kann nur so viel verraten: Die Büros sind an einem Topstandort, zwei Minuten vom Bahnhof.» Die Amtsvormundschaft erhält 2013 auch einen neuen Namen: Kinder- und Erwachsenenschutzdienst des Bezirks Bremgarten.

Die Stellenleitung übernimmt am 1. Oktober Monika Märki, früher Gemeindeschreiberin in Uezwil und heute Amtsvormund in Brugg, in einem 100-Prozent-Pensum. Sie löst den Amtsvormund Daniel Rohrer ab, der die Amtsvormundschaft neben dem Tagesgeschäft seit sieben Jahren in einem 30-Prozent-Pensum führt.

Das Personal wird ausserdem, bedingt durch steigende Arbeitslast, mit den Amtsvormündern Marion Riner und Angela Grassi (bis Ende November) und den Sekretärinnen Monika Oberer, Natasa Slavkovic und Caroline Caimi aufgestockt.

Organisation wurde durchleuchtet

Die Firma Socialdesign in Bern unterzog die Amtsvormundschaft einer gründlichen Organisationsanalyse. Sie listete die Stärken auf, nämlich das fähige und hoch belastbare Personal, nannte aber auch die Schwachstellen: Laut Gutachten funktionieren gewisse Abläufe nicht optimal.

Das liegt zum Teil an den noch getrennten Standorten. Auch sind Kompetenzen zu wenig klar formuliert, und Stellvertretungen klappen nicht immer wunschgemäss. Aus der Analyse wolle der Vorstand die notwendigen Lehren ziehen und sich schrittweise verbessern, teilte Breitschmid mit. Allenfalls werde der Vorstand auch externe Fachleute beiziehen.

Die Amtsvormundschaft erhält immer mehr Aufgaben und wird immer teurer: Kostete der Betrieb 2011 noch 1,3 Mio. Fr., werden es 2013 bereits 1,7 Mio. Fr. sein.

Das nahmen die Gemeindedelegierten kommentarlos zur Kenntnis. 2011 wurden 144 Minderjährige und 457 Erwachsene betreut. Nach der Versammlung referierte die Kantonspolizeibeamtin und Gemeinderätin Marianne Koch Wiedmaier aus Büttikon über das Thema häusliche Gewalt.