Kreisel Langelen
Ampel für flüssigeren Bünztalverkehr

Dottikon/Dintikon Damit der Verkehr von Lenzburg besser läuft, wird er in Dottikon gedrosselt.

Andrea Weibel
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«Zu Stosszeiten kommt es oft vor, dass sich der Verkehr von Lenzburg her beim Kreisel Langelen in Dintikon bis zu 1,5 Kilometer weit zurückstaut», weiss Kurt Grauwiler, Leiter Verkehrstechnik des Kantons. Diesem Rückstau soll nun mit einer ersten «Testphase Verkehrsbeeinflussung» entgegengewirkt werden.

Dazu soll während fünf Wochen eine Lichtsignalanlage bei der Kreiselzufahrt Dottikon stehen. «Diese dient aber nicht der Einfahrt in den Kreisel, sondern steht etwas entfernt und sorgt für eine Drosselung des Verkehrsstroms, bevor dieser zum Kreisel kommt.» So soll der Verkehr von Lenzburg her während der Stosszeiten weniger behindert werden. Die Wartezeiten vor der Ampel kann Grauwiler noch nicht abschätzen. «Es ist geplant, dass immer nur wenige Autos überhaupt bis zum Kreisel gelangen.»

Test erst nach Baustelle

In den betroffenen Gemeinden Dintikon, Dottikon und Villmergen weiss man noch nicht viel über das Projekt. «Im September hat uns der Kanton an einem Vortrag ein paar Anhaltspunkte gegeben und diese Woche kam ein Brief, dass eine Testphase durchgeführt wird. Aber genaue Pläne haben wir noch nicht gesehen», sagt der Dottiker Bauverwalter Bruno Frei.

Auch das Datum der Testphase stehe noch nicht fest. «Momentan wird an der Bahnhofstrasse noch gebaut, sodass der Verkehr sowieso beeinträchtigt ist. Ich hoffe, der Kanton nimmt darauf Rücksicht», zeigt sich Frei besorgt. Grauwiler beruhigt jedoch: «Ende November soll die Baustelle an der Bahnhofstrasse fertig sein. Erst dann werden wir mit der Testphase beginnen.» Es sei allerdings noch nicht sicher, ob schon Ende November oder erst im kommenden Frühling gestartet werde.

Zwei Pförtnersysteme

Ein zweites so genanntes Pförtnersystem, also eine Ampel, welche die Autos nur dosiert bis zum Kreisel vorfahren lässt, soll bei guten Resultaten der Testphase auch den Verkehr von Dintikon her drosseln. «Eine Erweiterung der Testphase auf Dintiker Seite würde allerdings noch zu viel kosten, darum hat sich der Kanton vorerst auf die Dottiker Seite beschränkt», sagt Pirmin Kohler, Gemeindeschreiber von Dintikon. Mehr Informationen habe er aber auch noch nicht erhalten. «Der Gemeinderat wird das Schreiben des Kantons am Montag besprechen.»