Fredy Frei hatte unter anderem dem Gemeinderat vorgeworfen, er sei bei verschiedenen Geschäften «eigensinnig und dilettantisch» vorgegangen und habe nicht auf die Stimmberechtigten gehört. Gisler, seit 8 Jahren im Gemeinderat von Buttwil tätig, davon vier Jahre als Gemeindeammann, wehrt sich gegen die Unterstellung der mangelnden Dynamik im Gemeinderat.

«Verschleisserscheinungen kann ich weder bei mir noch bei meinen Kollegen feststellen, sonst hätten wir uns nicht noch einmal für vier weitere Jahre zur Verfügung gestellt», hält Gisler fest. Buttwil habe ein gut funktionierendes Gemeinderatsteam, trotz oftmals harten, sachbezogenen Diskussionen.

«Alle haben in ihren Ressorts ihre Stärken und eine nicht zu unterschätzende Fachkompetenz aufgebaut.» Die fachlichen Erwartungen an einen Gemeinderat würden immer grösser und die Geschäfte immer komplexer. «Eine grosse Erfahrung kann dabei nur hilfreich sein.»

Geschäfte offen kommuniziert

«Die Vorwürfe an den heutigen Gemeinderat sind völlig haltlos.» Alle von Fredy Frei aufgelisteten Geschäfte seien offen kommuniziert worden. Es sei auch an der Gemeindeversammlung darüber diskutiert worden, «wobei zu erwähnen ist, dass Herr Frei nicht an allen Versammlungen anwesend war.»

Zudem verstricke er sich in einen gröberen Widerspruch, habe er doch dem Gemeinderat im 2012 für die sehr gute Arbeit und die gesunden Finanzen an der Versammlung ein Kompliment ausgesprochen. Das könne im entsprechenden Gemeindeversammlungsprotokoll nachgelesen werden.

Offen für Fragen

Es stehe jedem Bürger frei, an der Gemeindeversammlung Anträge zu unterbreiten. Das gesamte Gremium sei auch immer offen für Fragen oder Anregungen. Auf der Gemeinde-Website finde man die Kontaktangaben von jedem einzelnen Gemeinderatsmitglied. «Ich wurde in der ganzen vergangenen Amtszeit nie zu einem dieser erwähnten Geschäfte offiziell angesprochen.» Gisler fragt sich «noch nebenbei», ob Frei tatsächlich denke, dass sich der amtierende Gemeinderat keine Gedanken gemacht hat über einen schrittweisen Rücktritt des Gremiums.

Welche Ziele haben die Neuen?

Interessierter als an der Vergangenzeit seien die Buttwiler Bürger vor allem an der Zukunft. Bei einem «Politischen Frühling» würden ja auch die zukünftigen Geschäfte und Ziele des Gemeinderates interessieren. Diese seien im Flyer des Gemeinderates schwerpunktmässig dargelegt. «Welche Ziele verfolgen die neuen Kandidaten? Dazu wurde kaum etwas geschrieben, es wird nur kritisiert», hält Gisler in seiner Stellungnahme weiter fest.

Dem aktuellen Gemeinderat sei es wichtig, dass die Gemeinde ihren jetzigen Charakter behält. Dies sei eine schwierige Herausforderung, da immer mehr Aufgaben mit den dazu gehörenden Kosten vom Kanton an die Gemeinden überwälzt würden.

Ziel für die Zukunft müsse sein, dass Buttwil weiterhin eine gut funktionierende Infrastruktur hat. Die Finanzen müssten unter Kontrolle bleiben und eine Verschuldung müsse vermieden werden. Dass dies nicht einfach ist, könne er aus seiner achtjährigen Erfahrung bestätigen.

Viele Gemeinden kämpften für einen positiven Finanzhaushalt. Die finanziellen Mittel, über die ein Gemeinderat bestimmen könne, seien sehr limitiert und es könnten oft Wünsche nicht realisiert werden. «Es braucht eine sachbezogene, leider manchmal auch nüchterne Sachpolitik, mit welcher der Finanzhaushalt möglichst gesund bleibt. Wir schauen zuversichtlich auf die kommenden Jahre von Buttwil. Zusammen mit meinem Gemeinderatskollegium freue ich mich auf diese Herausforderung.»