Muri
Ammann Budmiger ist gar nicht parteilos

Der neue Amman von Muri weiss mit seinem Glanzresultat die ganze Gemeinde hinter sich. Kommentar von Eddy Schambron

Eddy Schambron
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Hans-Peter Budmiger, parteilos, 1815 Stimmen

Hans-Peter Budmiger, parteilos, 1815 Stimmen

Die CVP Muri hat Glück gehabt: Hätte sie nicht eine so geachtete und durch ihre bisherige schulische Tätigkeit hervorragend vernetzte Kandidatin wie Yvonne Leuppi gehabt, wäre sie den zweiten Sitz wahrscheinlich los gewesen. Heinz Nater abzuwählen war auch kein Thema; er leistet für Muri seriöse Arbeit. So muss sich der SVP-Kandidat Benjamin Brander, obwohl er das absolute Mehr erreichte, den Tatsachen beugen. Und seine Partei, obwohl wählerstärker als die CVP, weiter auf einen zweiten Sitz warten.

Am Dienstag wird die CVP beraten, ob sie in den zweiten Wahlgang um das Amt des Vizeammanns steigen wird. Der Abstand ihres Kandidaten Heinz Nater zur SVP-Kandidatin Milly Stöckli ist mit 200 Stimmen Unterschied erheblich. Sie könnte in Versuchung kommen, mit der kometenhaft gestarteten Yvonne Leuppi diesen (Prestige-)Sitz zu erobern. Die Parteistrategen werden darauf verzichten, weil die Gefahr zu gross ist, eine frische Kraft zu verheizen. Sie werden – wenn sie klug sind – auch auf einen zweiten Wahlgang verzichten, weil sie mit Milly Stöckli als Vizeammann ganz gut leben können.

Bleibt das Glanzresultat von Hampi Budmiger zu betrachten. Er hat es erreicht, weil er gradlinig, offen und unkompliziert politisiert, konsensfähig ist und auch die nachkommende Generation zu vertreten vermag. Budmiger ist nämlich gar nicht parteilos. Budmiger ergreift Partei für Muri und die ganze Region.

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