Bremgarten
Ambulanz muss betrunkenen 15-jährigen Schüler aus Schule holen

Ein Schüler des Stadtschulhauses Bremgarten musste ins Spital eingeliefert werden. Dies, nachdem er während der Schule Alkohol konsumiert hat. Ein schlimmer Einzelfall, oder passiert dies mehr als angenommen?

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Ein 15-jähriger Schüler und sein Freund haben Alkohol mit ins Stadtschulhaus Bremgarten gebracht. Vor dem Unterricht und in der ersten Pause trinken sie davon. Wie viel die beiden Schüler getrunken haben, ist unklar. Es war zumindest so viel, dass es dem 15-Jährigen im Unterricht nicht mehr wohl ist.

Schulleiter Guido Wirth bestätigt den Vorfall gegenüber Tele M1: «Einem Schüler wurde es im Unterricht so schlecht, dass er erbrechen musste. Lehrer und Schüler haben sich um ihn gekümmert. Weil wir nicht wussten, wie viel er getrunken hatte, haben wir die Ambulanz gerufen und ihn ins Spital Muri überführt.

Dem Schüler geht es wieder gut

Bereits im Verlauf des Tages konnte der Schüler wieder nach Hause. Es gehe ihm wieder gut. Trotzdem ist der Fall für den Schüler noch nicht vom Tisch. «Der Fall hat uns sehr betroffen gemacht. In Zusammenarbeit mit den Eltern, der Schulsozialarbeit und Schulleitung werden wir nun die nötigen Massnahmen treffen, damit der Schüler gut an unserer Schule weitermachen kann», so Wirth.

Gut möglich, dass der Schüler zudem als disziplinarische Massnahme einen Arbeitseinsatz zu Gunsten einer sozialen Institution machen muss.

Ein 15-Jähriger, der sich in der Schule betrinkt, ist auch für Experten ein Einzelfall. «Ich glaube das ist wirklich eine Ausnahme. Die meisten der Schülerinnen und Schüler trinken nicht während dem Schulalltag. Es ist aber wichtig, dass man da genau hinschaut und abklärt, war das eine Provokation oder verstecken sich dahinter Probleme», sagt Regula Rickenbacher von der Aargauischen Stiftung Suchthilfe. (dno)