Berikon
Am Zustand eines 100 Meter kurzen Strässchens scheiden sich die Geister

Kleines Theater um kleine Strasse: Die zum Stein des Anstosses gewordene Strasse befindet sich zwischen der Schulstrasse und dem Beriker Gemeindehaus/Werkhof.

Lukas Schumacher
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Muss die kleine Verbindungsstrasse umfassend saniert werden oder reicht das Flicken des ramponierten Belags aus? sl

Muss die kleine Verbindungsstrasse umfassend saniert werden oder reicht das Flicken des ramponierten Belags aus? sl

Lukas schumacher

Die zum Stein des Anstosses gewordene Strasse befindet sich zwischen der Schulstrasse und dem Beriker Gemeindehaus/Werkhof. Sie ist schmal, dient auch als Schulweg zum Kindergarten Bürkihof und weist mehrere Schlaglöcher auf. Immer wieder müssen die Löcher des Gemeindesträsschens notdürftig gestopft werden. Das Strassenfundament ist schlecht, zudem fehlt auch eine Strassenentwässerung.

Gesamtpaket zu 355 000 Franken

Der Beriker Gemeinderat will rasch und gründlich handeln, auch aus Sicherheitsgründen. «Sowohl für Fussgänger als auch für Radfahrer stellt der beschädigte Belag ein Unfallrisiko dar, das man auf längere Sicht beheben muss», hält der Gemeinderat fest. Daher schnürte er ein Gesamtpaket zu Kosten von 355 000 Franken, wobei die Strassenerneuerung mit rund 116 000 Franken zu Buche schlägt.

Weitere Teile dieses Strassen-Sanierungspakets sind die Sanierung der dortigen Wasserleitung für 90 000 Franken, die Erneuerung der öffentlichen Kanalisationsleitungen im Betrag von rund 100 000 Franken, Nebenkosten von 11 500, sowie technische Arbeiten von 37 500 Franken. Laut Gemeinderat wird der Betrag für die technischen Arbeiten deutlich sinken, weil diese Leistung die Abteilung Planung und Bau der Gemeindeverwaltung Berikon ausführen wird. An der Sommergmeind vom Mittwoch, 3. Juni, wird im Berikerhus über das Paket abgestimmt.

«Unnötig und teuer»

Keinen akuten Sanierungsbedarf sieht die FDP Berikon. Nach Auffassung der Ortspartei ist der Belag auf anderen Verbindungsstrassen im Gemeindebann deutlich schlechter. Eine Belagsausbesserung reiche hier völlig aus, findet die Partei. Sie hält das Gesamtpaket für unnötig und zu teuer. Im Weiteren bringt Rolf Huber im Namen der Ortspartei ein grosses Fragezeichen hinter die geplante Erneuerung der Wasserleitung an: «Zum heutigen Zeitpunkt muss diese Leitung gar nicht ersetzt werden.» Die FDP wird an der Sommergmeind vom 3. Juni beantragen, das gemeinderätliche Gesamtpaket nicht zu genehmigen.

Abgesehen vom kleinen Strassenprojekt stehen keine ortsbewegenden Themen auf dem Programm der Gemeindeversammlung. Weder ein zum Beschluss stehendes Einbürgerungsgesuch noch die Jahresrechnung 2014 der Gemeinde dürften zu reden geben, zumal das operative Rechnungsergebnis mit einem Plus von knapp 42 000 Franken gut ausfiel. Schlank durchkommen dürfte auch eine Kreditvorlage im Betrag von 1,25 Millionen Franken. Das Geld wird eingesetzt, um in Berikon den Zustand aller rund 980 Kanalisations-Hausanschlüsse per Kanalfernsehen zu überprüfen.

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