Sportpark Bünzmatt

Am Sonntag geht Wohlen an die Urne: Ein Nein zu Badi und Eisbahn wäre eine Riesenüberraschung

Nationalrat Matthias Jauslin und Grossrätin Monika Küng vom Co-Präsidium des Pro-Komitees am Start-Event zur gut organisierten Abstimmungskampagne in der Badi Wohlen. az-Archiv Toni Widmer

Nationalrat Matthias Jauslin und Grossrätin Monika Küng vom Co-Präsidium des Pro-Komitees am Start-Event zur gut organisierten Abstimmungskampagne in der Badi Wohlen. az-Archiv Toni Widmer

Die Sanierung der Badi und der Neubau der Eisbahn werden am Sonntag voraussichtlich mit grossem Mehr genehmigt. Ein Nein hätte denn auch unliebsame Konsequenzen, wie der Wohler Vizeammann Paul Huwiler gegenüber der az erklärt.

In Wohlen wird allgemein damit gerechnet, dass das finanziell aufwendigste Projekt, welches die Gemeinde je an die Hand genommen hat, am Sonntag an der Urne gutgeheissen wird.

Über die Sanierung der Badi und den Neubau der Eisbahn wird in zwei separaten Vorlagen abgestimmt, dennoch sind die zwei Vorhaben untrennbar miteinander verbunden. Realisiert werden soll mit dem Sportpark Bünzmatt eine multifunktionale Anlage mit Skatepark, Pétanqueplatz und Minigolfanlage, die es zwischen Badi und Eisbahn zwar schon gibt, die aber ebenfalls neu konzipiert werden. Zusätzlich entstehen sollen zudem drei Beachvolleyball-Felder.

Mit diesem Video kämpften im Juni 2016 die Wohler Oberstufenschüler der Bünzmatt für die Sanierung ihrer Badi:

«Willmer nonig dörfed wähle, wämmer diini Stimm!»: Mit diesem Rap kämpfen die Oberstufenschüler der Bünzmatt für ihre Badi.

«Willmer nonig dörfed wähle, wämmer diini Stimm!»: Mit diesem Rap kämpfen die Oberstufenschüler der Bünzmatt für ihre Badi.

Vorgesehen ist, möglichst viele Synergien zu nutzen. So gibt es für Badi und Eisbahn nur noch einen Eingangstrakt, ein Garderobengebäude und ein Restaurant. Auch der Betrieb wird gemeinsam organisiert.

Die Gesamtkosten sind auf 23,4 Mio. Franken veranschlagt. Nach Abzug aller Beiträge wird die Gemeinde Wohlen mit 13,5 Mio. Franken netto belastet. Das entspricht rund 1,6 Steuerprozenten. Der Gemeinderat erachtet die finanzielle Belastung als vertretbar: «Günstiger ist dieses Projekt nicht zu haben», sagt Vizeammann Paul Huwiler.

Ein Nein an der Urne, erklärt er weiter, hätte unliebsame Konsequenzen: «Damit wäre die Eisbahn wohl praktisch gestorben und auch für den Weiterbetrieb der Badi hätte eine Ablehnung fatale Auswirkungen. Für das Restaurant beispielsweise haben wir zurzeit nur noch eine provisorische Betriebsbewilligung.» Doch Huwiler ist überzeugt, dass die Stimmberechtigten dem Projekt zustimmen. «Ich bin sehr optimistisch.»

Nur leise Opposition

Sein Optimismus wird über alle Parteien hinweg geteilt. Zumal der Einwohnerrat den beiden Vorlagen bereits deutlich zugestimmt hat. Es gab zur Badi und zur Eisbahn jeweils nur zwei Gegenstimmen.

Entsprechend leise ist im Vorfeld der Abstimmung denn auch die Opposition aufgetreten. Es gab zwar vereinzelte Leserbriefe gegen das Projekt, aber keine konzertierte oder auch nur halbwegs organisierte Gegenkampagne.

Und die Gegner stellten auch grundsätzlich nicht die Notwendigkeit von Badisanierung und Eisbahnneubau infrage, sondern monierten lediglich die hohen Kosten und die Auswirkungen auf den Steuerfuss.

Allgemein war in den letzten Wochen in der Diskussion mit der Bevölkerung eine breite Zustimmung auszumachen. Man ist offenbar gewillt, hinter die jahrzehntelangen Diskussionen um Badi und Eisbahn einen Schlussstrich zu ziehen und Nägel mit Köpfen zu machen.

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