Lachend versuchten die drei kleinen Mädchen, gleichzeitig über das Seil zu springen, das zwei lustige Clowns schwangen. Das war gar nicht so einfach. «Eins, zwei, drei . . .», zählte ein Clown mit.

Die St. Josef-Stiftung und die Schule haben zusammen gefeiert in Bremgarten – es war ein farbenfrohes Sommerfest für Kinder und Erwachsene. Bunte Ballons und Wimpel säumten die Wege zwischen den Spielposten. Stiftungsleiter Thomas Bopp und Schulleiter Guido Wirth informierten: «Insgesamt haben wir 30 Spielstationen. Jedes Kind bekam eine Karte mit den Postennummern zum Durchstreichen. So sollen sie möglichst alle Stationen ausprobieren können.»

Das Konzept ging auf

Am Fest nahmen laut den Organisatoren 200 Schüler der Schule Bremgarten, 100 Kinder sowie 60 Erwachsene der Stiftung teil, dazu viele Helfer, Begleitpersonen und Eltern. «Ab 16 Uhr ist das Fest öffentlich», führten die beiden aus. Bis 21 Uhr sorgten Bands für gute Stimmung.

Bevor es ans Spielen ging, gab es ein gemeinsames Mittagessen auf der Badstrasse, die eigens dafür gesperrt war. Anschliessend sangen alle zusammen zur Einstimmung, dann ging es an die Spielposten. Das Konzept ging auf, recht gleichmässig verteilten sich die grossen und kleinen Teilnehmer im Bereich zwischen Stiftung und Schule.

Grosser Beliebtheit erfreuten sich die Spiele, die mit erfrischendem Wasser zu tun hatten. Unterwegs begegneten einem immer wieder Gruppen, die stolz einige Lamas spazieren führten. Einen kleinen Stau gab es am Stand mit den abwaschbaren Tattoos, offensichtlich wollte jeder eins haben. Ravina, 4 Jahre, und Belinay, 8, berichteten strahlend, dass ihnen besonders der Posten gefallen habe, an dem Glitzer in Fläschchen abgefüllt werden konnte.

Schwierig zu meistern

Mittendrin gab es einen Rollstuhl-Parcours, auf dem sich auch Fussgänger versuchen konnten. Dabei zeigte sich, dass einige Hindernisse schwierig zu meistern waren. «Wir wollen nicht nur über Inklusion reden, sondern zeigen, wie es aussehen kann», betonten Bopp und Wirth bei der Begrüssung.

Die Idee zum gemeinsamen Fest sei entstanden, als 2017 Schulklassen der Primarschule während dem Umbau des Schulhauses Josef im Zentralbau in der Heilpädagogischen Schule Klösterli beschult wurden. Seit 2018 werde eifrig dafür geplant, das Motto sei «Begegnungen». Die beiden Leiter erzählten: «Es gibt zum Beispiel gemeinsame Turn- und Musikstunden. Oder ein gemeinsames Znüni. Es sind immer wieder tolle Begegnungen.»