Rudolfstetten-Friedlisberg
Am GP Mutschellen sind über 300 Renn- und Sportfahrzeuge zu Gast

Die Autofans haben sich den 4. Mai im Terminkalender rot eingekreist. Am Grand Prix Mutschellen kann man 100 Jahre Rennsportgeschichte erleben, über 300 verschiedene Renn- und Sportfahrzeuge sind zu sehen.

Dominic Kobelt
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Jedes Jahr locken die Oldtimer viele Zuschauer auf den Mutschellen.Honegger

Jedes Jahr locken die Oldtimer viele Zuschauer auf den Mutschellen.Honegger

Laut den Organisatoren konnte in der Schweiz noch nie ein derart hochkarätiges und breites Teilnehmerfeld von historischen Motorfahrzeugen präsentiert werden. Die alten Motoren werden kräftig gefordert, wenn die Fahrzeuge von Rudolfstetten Richtung Friedlisberg aufbrechen.

Die Rennstrecke ist 1,6 Kilometer lang – eine kurvige Bergstrecke, die auch ihre Tücken hat. Die Teilnehmer sind in acht Rennfelder aufgeteilt und fahren die Strecke vier Mal ab. Eröffnet wird das Feld von Vorkriegs-Solomaschinen der Marken Motosacoche, Norton und Moto Guzzi. Ein weiteres Highlight sind die Dreiliter-Maschinen, alles ehemalige Formel-1-Fahrzeuge, die im Feld der Attraktionen mitfahren werden.

Man muss aber kein Experte sein, um den GP Mutschellen zu geniessen. Zwei Platzspeaker geben Hintergrundinformationen zu Fahrzeugen und Piloten. Die Fans dürfen auch direkt auf die Fahrer zugehen, mit ihnen Fachsimpeln oder Fragen stellen. Neben der Piste können die Fahrzeuge im Wagenpark oder nach der Zieldurchfahrt auf dem Friedlisberg bewundert werden.

Der Mutschellen scheint für Fans von Oldtimern ein beliebter Ort zu sein – die auf dem Friedlisberg heimische Regionalgruppe zählt 59 Mitglieder, die ihre Oldtimer aus der Region Mutschellen zeigen. 8 Motorräder von 1937 bis 1977 und 51 Autos von 1914 bis 1983 werden präsentiert. Von einem englischen Alldays von 1914 bis hin zu Edelkarossen von Jaguar oder Aston Martin ist ein breites Spektrum zu bestaunen.

Zu Gast ist auch der Käferclub Limmattal. Auch wenn Käfer und Motorsport für manchen im ersten Moment ein Widerspruch zu sein scheint, die Autos wurden immer wieder im Motorsport eingesetzt. Natürlich ist das Auto aber auch Kult: Weltweit wurden über 21 Millionen Stück verkauft. Der Käferclub Limmattal wurde 1986 gegründet und zählte damals 11 Mitglieder – in der Zwischenzeit ist er deutlich gewachsen. Sicherlich werden die Mitglieder dem Publikum beweisen, dass der Käfer manchmal sportlicher ist, als er aussieht.

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