Ob Aargauer Cervelats auch über einem Zürcher Feuer gar werden, dürfte diesen Sommer wohl etwas öfter getestet werden als bisher. Auf dem 180 Kilometer langen Freiämterweg ist dort, wo er sich am Jonenbach auf einem kurzen Stück mit dem Ämtlerweg trifft, ein idyllisch gelegener Rastplatz geschaffen worden. Die gemauerte Feuerstelle mit Sitzgelegenheiten aus Kalksteinfelsen heisst «Frei-Ämtler-Platz und ist ein Geschenk der Raiffeisenbank Kelleramt-Albis.

Sie hat das 100-Jahr-Jubiläum des Verbandes der Aargauer Raiffeisenbanken genützt und das gemeinsame Projekt im Rahmen der vom Verband initiierten Aktion «Vielfalt Aargau» finanziert. «Der Frei-Ämtler-Platz passt hervorragend zu unserer Geschäftsphilosophie. Denn auch wir haben vor 10 Jahren mit der Eröffnung einer Filiale in Affoltern die Kantonsgrenzen überschritten», erklärte André Bächinger, der Vorsitzende der Bankleitung.

Für Peter Hägler, Vater des Freiämterweges, geht mit dem Rastplatz ein Traum in Erfüllung: «Ich gebe zu, dass wir die Idee des Freiämterweges bei den Säuliämtlern abgekupfert haben. Der Freiämterweg ist das Kind des Ämtlerweges.» Hägler konnte es sich nicht verkneifen, auf die Entwicklung dieses «Kindes» hinzuweisen: «Wie so oft, hat auch unser Kind seine Eltern an Grösse übertroffen. Der Ämtlerweg ist 50 Kilometer lang, der Freiämterweg 180 Kilometer.

Kein Problem für Eduard Waldesbühl, Präsident der für den Ämtlerweg zuständigen GGA (Gemeinnützige Gesellschaft des Bezirks Affoltern): «Ämtlerweg, Freiämterweg, Frei-Ämtler-Platz – der Kreis hat sich geschlossen.» Er selber passe übrigens perfekt in dieses Projekt: «Ich bin im Freiamt aufgewachsen, lebe heute im Säuliamt und pflege in beiden Regionen gute Kontakte.» So habe er am Morgen in Hausen gefrühstückt, verspeise jetzt zum Zmittag in der Grenzregion eine Bratwurst und werde am Abend in Muri mit Freunden essen gehen.

Die Verbindung der beiden Wege und der gemeinsame Rastplatz passten hervorragend zum Symbol im Wappen der GGA, sagte er weiter: «Dieses Projekt ist ein typisches Beispiel für unseren Dominostein. Es fügt sich alles zusammen.»

Erich Näf, der Präsident von Erlebnis Freiamt, freut sich darauf, demnächst mit seinem Enkel an diesem schön gelegenen Platz die erste Wurst zu bräteln. Und er dankte Peter Hägler, der für seine Idee, Freiämter- und Ämtlerweg zusammenzuführen, gekämpft und nie locker gelassen habe.

Eine Anmerkung zum Schluss: Der Frei-Ämtler-Platz liegt nicht nur idyllisch, er garantiert auch beste Erholung: Es gibt dort keinen Handy-Empfang!