Widen
Am 21. Mai kommt die Zukunft an die Urne

Das Referendum zur «Zukunft Mutschellen» ist zustande gekommen, damit wird der Entscheid breiter abgestützt.

Dominic Kobelt
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Markus Dietschi und Sarah Steinmann (Mitte) übergeben die Unterschriften an Gemeindeammann Peter Spring (links) und Gemeindeschreiber Felix Irniger. kob

Markus Dietschi und Sarah Steinmann (Mitte) übergeben die Unterschriften an Gemeindeammann Peter Spring (links) und Gemeindeschreiber Felix Irniger. kob

Am 13. Februar stimmten Berikon, Rudolfstetten und Widen an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung über einen Kredit von je 15 000 Franken ab, mit dem ein Fusionsvertrag hätte ausgearbeitet werden sollen. Nachdem Widen als einzige Gemeinde abgelehnt hatte, bildete sich kurz darauf eine breite Koalition aus Unparteiischen, FDP und Grünen die das Referendum anstrebte. Einen Monat später hat sie ihr Ziel erreicht: Das Referendumskomitee konnte der Gemeindekanzlei gestern 402 Unterschriften übergeben. Damit ist das Quorum von 256 gültigen Unterschriften sicherlich erreicht.

Auch in Berikon werden Unterschriften gesammelt, allerdings mit umgekehrten Vorzeichen: Die Gemeinde hat dem Kreditbegehren zugestimmt. Von offizieller Seite war gestern niemand erreichbar, gut informierte Kreise berichten jedoch, auch hier komme das Referendum zustande. Das würde bedeuten, dass es in Berikon und in Widen am 21. Mai zur Urnenabstimmung kommt.

Entscheid breiter abstützen

Mit dem Entscheid wird aber erst festgelegt, ob ein Fusionsvertrag ausgearbeitet wird. Danach müssten die drei Gemeindeversammlungen der Fusion zustimmen, dann käme es erneut zu einer Urnenabstimmung. Wenn im Mai allerdings in Widen oder Berikon eine Mehrheit den Kredit ablehnt, sind die Fusionsbemühungen gestorben.

«Es ist ein sehr emotionales Thema, wir haben beim Sammeln der Unterschriften ganz unterschiedliche Rückmeldungen erhalten», sagt Sarah Steinmann vom Referendumskomitee. Markus Dietschi (Grüne) fügt an: «Ich habe den Leuten ganz ehrlich gesagt, dass uns eine Fusion auch etwas kostet, und manche hat das abgeschreckt. Aber nicht alle: Viele haben erkannt, dass Widen ja sowieso etwas von seinem Reichtum abtreten muss. Warum also nicht in der Region investieren?»

Gemeindeammann Peter Spring ist froh darüber, dass das Referendum zustande gekommen ist: «Nichts gegen die 135 Personen, die Nein gestimmt haben, das ist ihr gutes Recht. Aber es wäre schade, wenn dieser wichtige Entscheid nicht noch breiter abgestützt würde.»