Villmerger

Am 1. Mai eröffnet: Badi startet mit drei Neuheiten in die Saison

Der neue Badmeister von Villmergen, Stefan Meier, in seinem Reich: «Die Badi Villmergen gefällt mir, weil sie so idyllisch und familiär ist.»

Der neue Badmeister von Villmergen, Stefan Meier, in seinem Reich: «Die Badi Villmergen gefällt mir, weil sie so idyllisch und familiär ist.»

Die Badi in Villmergen startet ihre Saison mit neuer Aufbereitungsanlage, neuem Badmeister und neuer Kioskfrau.

Badewetter sieht zwar anders aus, aber die Saison in der Badi Villmergen wurde termingerecht am 1. Mai eröffnet. Zur Freude aller Beteiligten floss dabei schon das frisch aufbereitete Wasser aus der total sanierten Badwasseraufbereitungsanlage des Freibads Villmergen. Dem Verpflichtungskredit von 1,2 Mio. Franken hatten die Einwohner schon im Herbst 2017 zugestimmt.

Die Sanierungsarbeiten begannen dann gleich Ende der Badesaison 2018 im vergangenen September. Dabei musste die gesamte Badwasseraufbereitungsanlage ersetzt werden. Ein neuer Filter wurde eingebaut und die entsprechenden Filterpumpen wurden erneuert. So konnte eine normgerechte Umwälzung des Wassers erreicht werden, was in der Villmerger Badi immerhin 1,8 Mio. Liter pro Tag sind.

Im Tummelbecken wurde gleichzeitig an drei Seiten eine neue Vormauerung erstellt, um die Beckenhydraulik zu verbessern. Das alte Anschwemmbecken wurde zu einem Absetzbecken umgerüstet, sodass die Kieselgur nicht mehr in die Kanalisation gelangt, sondern fachgerecht entsorgt werden kann. Zudem wurden auch die Chemikaliendosierung komplett ausgewechselt und der Chemieumschlagplatz normgerecht gestaltet. Zur Regulierung des Chlorgehalts im Planschbecken wurde eine Chlormessung eingebaut. Zusätzlich wurde die alte Handpumpe ersetzt.

Badmeister will weiches Wasser

Die vorherige Aufbereitungsanlage war schon gut 40 Jahre alt und nicht mehr auf dem neusten Stand der Technik. «Ersatzteile dafür zu bekommen, wurde langsam zum Problem», sagte Remo Wiederkehr, Abteilungsleiter-Stellvertreter der Gemeinde Villmergen, am Donnerstag bei einer Führung durch die Anlage. Vor allem wurde das Wasser noch mit Chlorgas desinfiziert, was nach Vorgabe der kantonalen Störfallverordnung für neue Anlagen nicht mehr zulässig ist. «Dazu benutzt man heute Granados», erklärte der neue Badmeister von Villmergen, Stefan Meier. «Das ist ein Chlorgranulat, das im Wasser, je nach Bedarf, aufgelöst wird.»

Dreimal am Tag messen Meier und sein Kollege, Thomas Marti, die Wasserqualität, um allfällige Anpassungen am ansonsten vollautomatischen System vorzunehmen. «Wir wollen einen ph-Wert von etwas mehr als 7,2. Das ist leicht basisch und macht das Wasser schön weich.» Der seit gestern 50-Jährige kennt alle Kniffs und Tricks seiner Branche. Seit 27 Jahren ist er schon Badmeister, 26 davon in der Badi Wohlen. Im März hat er nun in Villmergen die Nachfolge von Marcel Brühlmann angetreten, der im September 2018 pensioniert wurde.

Auch beim Kiosk gab es auf die aktuelle Badesaison hin einen Wechsel. Rosy Volpe, die auch das Klubhaus des FC Villmergen betreibt, hat das Ruder übernommen. Sie freut sich, die Badegäste mit Getränken, Essen und Süssigkeiten zu verwöhnen. «Bei mir gibt es neu auch Pizzen und ein täglich wechselndes Mittagsmenü», verrät die 48-jährige Vollblutgastronomin. Im Badi-Kiosk sind auch Gäste willkommen, die das Freibad nicht benützen wollen. Sie haben freien Zutritt zum Kiosk.

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