Wohlen
Aluflaschen und Taschen aus Autoteilen

Kantonsschüler gründen die Firmen «Flesta», «Unicake», «Pomodoro della Nonna» und «AirBag»

Patrick Züst (Text und Fotos)
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Das Miniunternehmen «Flesta» mit Ursina Ochs (CEO) und Nathalie Thomé (Marketing) will der PET-Ära ein Ende setzen. Sie produzieren robuste ALU-Flaschen und wollen dadurch ein neues und vor allem nachhaltiges Trinkerlebnis herbeiführen. Mit ihren Sonderanfertigungen gehen sie direkt auf Kundenwünsche ein.

Das Miniunternehmen «Flesta» mit Ursina Ochs (CEO) und Nathalie Thomé (Marketing) will der PET-Ära ein Ende setzen. Sie produzieren robuste ALU-Flaschen und wollen dadurch ein neues und vor allem nachhaltiges Trinkerlebnis herbeiführen. Mit ihren Sonderanfertigungen gehen sie direkt auf Kundenwünsche ein.

Jung, innovativ und zukunftsorientiert: Am Donnerstag wurden die diesjährigen Miniunternehmen der Kantonsschule Wohlen gegründet. Bereits seit zwölf Jahren beteiligt man sich an der Kanti am Projekt «Young Enterprise Switzerland», das Schülern ermöglicht, eine eigene Firma zu gründen und so erste Erfahrungen in der Betriebswirtschaft zu sammeln. In Gruppen wird eine Geschäftsidee entwickelt, ein Konzept erstellt und das Budget durchgerechnet. Es geht dabei um Innovation, um neue Erkenntnisse, um ein wirtschaftliches Experiment ohne finanzielles Risiko. Das Startkapital kommt nämlich nicht von den Jungunternehmern selbst, sondern von Partizipanden, welche die Ideen der Jugendlichen unterstützen.

Das Miniunternehmen «AirBag» von Hendrik Fischer (CEO) und Jariya Kiatprasert verkauft modische Turnsäcke und setzt auf Recycling. Produziert wird nämlich nicht aus alten Autoteilen. Das Team nimmt Airbags, Sitzleder und Autogurte und kreiert daraus modische Accessoires, welche wohl allen Sicherheitstest standhalten dürften.

Das Miniunternehmen «AirBag» von Hendrik Fischer (CEO) und Jariya Kiatprasert verkauft modische Turnsäcke und setzt auf Recycling. Produziert wird nämlich nicht aus alten Autoteilen. Das Team nimmt Airbags, Sitzleder und Autogurte und kreiert daraus modische Accessoires, welche wohl allen Sicherheitstest standhalten dürften.

Überstunden für gute Plätze

Die vorgestellten Projekte überzeugen. Trotz wenigr Erfahrung schaffen es die Jungunternehmer geschickt, sich in vielversprechenden Marktlücken zu positionieren. Besonders auf Nachhaltigkeit und Individualität wird dabei viel Wert gelegt. Die Firmen produzieren Unikate, verzichten meist auf kostengünstige Massenproduktion und passen sich stattdessen lieber den individuellen Wünschen der Kunden an.

Ein italienisches Familienrezept, viel Engagement und 530 Kilogramm Tomaten. Das ist das Grundrezept von «Pomodoro della Nonna» von Alessia Knöpfel (CEO), Marco Fehr und ihrem Team. 740 Gläser der selbst produzierten Tomatensauce will die Firma 2015 verkaufen und dabei auch mit verschiedenen Aromen und Zutaten experimentieren.

Ein italienisches Familienrezept, viel Engagement und 530 Kilogramm Tomaten. Das ist das Grundrezept von «Pomodoro della Nonna» von Alessia Knöpfel (CEO), Marco Fehr und ihrem Team. 740 Gläser der selbst produzierten Tomatensauce will die Firma 2015 verkaufen und dabei auch mit verschiedenen Aromen und Zutaten experimentieren.

Noch bis im Juni werden sich die Kantonsschüler intensiv mit ihrer ersten eigenen Firma beschäftigen. Dabei kämpfen sie nicht nur um finanziellen Profit, sondern auch um einen guten Rang im nationalen Wettbewerb. «Dass man direkt mit anderen Miniunternehmen verglichen wird, ist für den Erfolg des Projekts sicher von grosser Wichtigkeit», sagt Projektleiter und Kantonsschullehrer Martin Weiss. «Bereits in den letzten Jahren konnten wir feststellen, dass die Schüler für eine gute Rangierung gerne mal ein paar Überstunden leisten.»

Theorie in der Praxis umsetzen

Insgesamt 180 Miniunternehmen messen dieses Jahr im nationalen Wettbewerb. Die Firma AirBag um CEO Hendrik Fischer hat die Absicht auf einen guten Schlussrang sogar in die Unternehmensziele seiner Firma integriert. «Die Top 25 wollen wir schon erreichen – wenn möglich aber natürlich noch mehr», sagt Fischer. Der Kantonsschüler will nach seinem Maturabschluss Wirtschaft studieren. Das Miniunternehmen soll ihm schon einmal erste Einblicke in seinen späteren Berufsalltag geben.

Individualität bietet auch die Firma «Unicake» von Michelle Ithen (CFO) und Cheyenne Rast (CEO). Sie bedrucken Gebäck mit individuellen Sujets. Die Jungunternehmer entscheiden sich damit für ein Konzept, das nicht nur für Kuchenliebhaber interessant ist, sondern auch für Firmen, die ihre Marke auf kulinarischem Weg vermarkten wollen.

Individualität bietet auch die Firma «Unicake» von Michelle Ithen (CFO) und Cheyenne Rast (CEO). Sie bedrucken Gebäck mit individuellen Sujets. Die Jungunternehmer entscheiden sich damit für ein Konzept, das nicht nur für Kuchenliebhaber interessant ist, sondern auch für Firmen, die ihre Marke auf kulinarischem Weg vermarkten wollen.

Dass die Ziele seiner Firma ambitioniert sind, ist sich Fischer bewusst. «Natürlich wird es nicht einfach, aber wir sind voll motiviert, haben ein tolles Team und ein gutes Konzept. Ich bin zuversichtlich», sagt er lachend und wendet sich wieder seinem Stand zu, um den nächsten Partizipationsschein zu verkaufen.

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