In nahezu allen Gemeinden des Freiamts stehen heute ein oder mehrere Container zur Altkleiderspende. Weil das Sammeln von ausgedienten Kleidern bewilligungspflichtig ist, erhalten die Gemeindeverwaltungen regelmässig Anfragen von Firmen, die Altkleider verwerten und dafür einen möglichst stark frequentierten Platz in den Ortschaften suchen.

Umkämpfte Standorte

Mit vier Containern hat Sins, verglichen mit anderen Gemeinden des Freiamts, viele Sammelstellen an Textilverwerter vergeben. «Der Altkleidermarkt ist umkämpft», erklärte Daniel Wachter von der Abteilung Bau und Planung bei der Gemeindeverwaltung.

«Wir erhalten jährlich Anfragen für weitere Stellplätze, doch vier Container sind für Sins mehr als genug.» Neben den öffentlichen Plätzen, die von der Gemeinde bewilligt werden müssen, können die Altkleiderverwerter sogar Privatpersonen anfragen.

Es werden immer mehr

Auch in Wohlen sind die Standorte für Sammelcontainer beliebt. Laut Peter Eberhart, Leiter Umwelt und Energie, gehört der Standort an der Waltenschwilerstrasse gar zu den rentabelsten des Freiamts, weshalb die Betreiberfirma prompt einen weiteren Container zur Bewilligung bei der Gemeindeverwaltung einreichte.

In Bremgarten musste die Verwaltung einen Container wegen Platzmangels vom Werkhofgelände entfernen. Das passte dem Betreiber der Sammelstelle überhaupt nicht. «Die Firma rief uns an und forderte eine Lösung», sagte Stefano Righetti von der Bauverwaltung. Heute steht der Sammelcontainer wieder – auf einem Privatgrundstück.

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