Bremgarten-Mutschellen
Alterszentren: Die Grossprojekte sind noch nicht spruchreif

Die Abgeordnetenversammlung des Gemeindeverbandes Regionale Alterszentren hat kleinere Brötchen gebacken. Nur Randthemen waren die Grossvorhaben Sanierung des Zentrums Bremgarten und die künftige Rechtsform.

Lukas Schumacher
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Erneuerungsbedarf ist beim Alterszentrum Bärenmatt in Bremgarten vorhanden, ein Erneuerungsprojekt noch nicht. (Archiv)

Erneuerungsbedarf ist beim Alterszentrum Bärenmatt in Bremgarten vorhanden, ein Erneuerungsprojekt noch nicht. (Archiv)

sl

Verbandspräsident Roger Cébe (Unterlunkhofen) bat die Abgeordneten an der Tagung in Widen um Geduld. Die Sanierung des 30-jährigen Alterszentrums Bärenmatt in Bremgarten benötige eine längere Vorbereitungszeit. Vor der aufwendigen Erneuerung müssten seriös Fragen geklärt werden wie: Was brauchen und wollen wir in Bremgarten? Soll das Zentrum allenfalls auf Leichtpflegebedürftige ausgerichtet werden? Oder muss ein anderes Konzept umgesetzt werden, das zum Teil andere bauliche Massnahmen erfordern würde? Zurzeit sind zwei Drittel der 140 Bewohner in den zwei Alterszentren Bremgarten und Widen nicht oder nur leicht pflegebedürftig.

Verbandsform vor Änderung

Viel weiter als bei der Grosssanierung ist der siebenköpfige Vorstand offenbar beim Projekt «Neue Organisationsstruktur». Bekanntlich wird eine neue Rechtsform anstelle des Gemeindeverbands angestrebt. Ob der Ball Richtung Aktiengesellschaft rollen soll, teilte Präsident Cébe an der Versammlung – 23 der 27 Abgeordneten waren anwesend – nicht mit. Man wolle zuerst die Gemeinderäte der zehn Verbandsgemeinden informieren und deren Stellungnahmen einholen. An der nächsten Abgeordnetenversammlung Ende April 2015 soll die neue Struktur zu einem Hauptthema werden.

Schwarze und rote Zahlen

Zustimmung bei den Abgeordneten fanden die drei Budgets 2015. Das Budget des regionalen Gemeindeverbandes schliesst mit schwarzen Zahlen ab, mit einem Plus im Betrag von rund 165 000 Franken. Rote Zahlen dagegen weisen die Budgets der beiden Alterszentren auf. Im Budget des Alterszentrums Burkertsmatt in Widen wird ein Minus von rund 120 000 Franken erwartet, dies bei einem Gesamtertrag von 6,46 Mio. Franken. Das Budget des Alterszentrums Bärenmatt in Bremgarten rechnet bei einem Totalertrag von 6,12 Mio. Franken mit einem Minus von rund 213 000 Franken.

Klar Ja sagten die Abgeordneten auch zur Taxordnung 2015. Zu einer Erhöhung kommt es nicht. Auch nächstes Jahr werden die Bewohner der Alterszentren 130 Franken pro Tag für die Hotellerie (Wohnen, Essen, Wäsche) zahlen und einheitlich 40 Franken täglich für alle «Nicht-KVG-pflichtigen Leistungen» wie Ausflüge oder Aktivitätenprogramm der Bewohner. Laut Geschäftsleiter Hans-Peter Eckstein wird ab 2015 bei der Pflege in Bremgarten und Widen das Pflegebedarfs-Erfassungsinstrument RAI-NH anstelle des Instruments BESA angewandt, wodurch die beiden Häuser finanziell vorteilhafter wegkommen. Demnächst soll auf dem Mutschellen der Spitex-Mahlzeitendienst mit Menüs aus der Küche des Alterszentrums anlaufen.

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