Bremgarten
Alterswohnungen für 25 Millionen Franken im Zentralbau im Park?

Im 1974 erstellten Zentralbau neben dem neuen Wohnhaus «Fortuna» will die St. Josef-Stiftung in Bremgarten die vier obersten Stockwerke für eigenständige Alterswohnungen oder Wohngemeinschaften freigeben.

Jörg Baumann
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Der Zentralbau (links neben dem Wohnhaus «Fortuna») soll fürs Wohnen im Alter umgebaut werden. BA

Der Zentralbau (links neben dem Wohnhaus «Fortuna») soll fürs Wohnen im Alter umgebaut werden. BA

Im 1974 erstellten Zentralbau neben dem neuen Wohnhaus «Fortuna» will die St. Josef-Stiftung in Bremgarten die vier obersten Stockwerke für eigenständige Alterswohnungen oder Wohngemeinschaften freigeben. Dafür startet die Stiftung einen Architektenwettbewerb. Die Umbaukosten im Zentralbau werden auf 25 Millionen Franken geschätzt, teilte Werner Mäder, Baukommissionspräsident beim Wohnhaus «Fortuna», mit.

Nutzer profitieren

Spardruck trifft auch die Stiftung

Auch die St. Josef-Stiftung muss unter dem Druck des Sparpakets des Kantons Aargau ihr Budget kürzen. Im Moment geht die Stiftungsleitung davon aus, 650 000 Franken oder zwei Prozent des Aufwandes einsparen zu müssen.

Dieser Einschnitt wäre schmerzhaft, betonten Stiftungsleiter Thomas Bopp und Stiftungsratspräsident Peter Thurnherr. Die Löhne werden nicht gekürzt. Jedoch müssen über 40 Einzelmassnahmen in anderen Bereichen, auch in der Weiterbildung des Personals, umgesetzt werden. Sie wurden zusammen mit allen Bereichsleitenden beraten und verabschiedet. Die Stiftung hofft, dass der Grosse Rat das Budget nur um ein statt zwei Prozent kürzt. Der Entscheid fällt im Dezember. (BA)

In den drei unteren Stockwerken sollen die Heilpädagogische Schule, die Erweiterung der Beschäftigungsgruppe für Erwachsene, die Physiotherapie und Sitzungsräume, im Erdgeschoss Büros und das Restaurant und im ersten Untergeschoss Küche, Wäscherei, Garderoben und Lager untergebracht werden. Mit dem Umbau des Zentralbaus soll im Sommer 2017 begonnen werden. Offen ist, ob die Räume fürs Wohnen im Alter vermietet oder im Stockwerkeigentum angeboten werden. Der Zentralbau muss innen bis auf den Rohbau ausgekernt werden, müssen doch besonders die Elektro- und Sanitärinstallationen vollständig ersetzt werden. Das Gebäude soll laut Werner Mäder mit einer Photovoltaikanlage ausgerüstet werden.

Das Wohnhaus «Fortuna» soll im Frühling 2016 bezogen werden – etwas später als erwartet, weil der Einbau der Versorgungsleitungen komplexer ist als angenommen. Die Administration und der medizinische Dienst ziehen im März und die zwölf Wohngruppen vom 4. bis 9. April 2016 ins Haus ein. Das Wohnhaus wird vom 3. bis 5. Juni 2016 mit einem grossen Volksfest eingeweiht. «Damit wollen wir die Nähe zur Bevölkerung unterstreichen», betonte Stiftungsleiter Thomas Bopp. Als Gast tritt am Volksfest der Musiker Linard Bardill auf.

Grippeepidemie gut überstanden

Stiftungsratspräsident Peter Thurnherr wies darauf hin, dass der hausinterne Kinderhort «Flügepilz» letztes Jahr seinen 25. Geburtstag feiern konnte. «Der Hort war damals für viele neu und hat sich bewährt. Denn wir wollen unseren Mitarbeitenden einen Platz für die Betreuung ihrer Kinder bieten.» Eine Grippeepidemie, die im Januar 2015 ausbrach, überstanden die Bewohner und das Personal ohne bleibende Schäden, weil die Stiftungsleitung Sofortmassnahmen ergriff und so verhindern konnte, dass sich die Noroviren auf die Wohngruppen ausbreiten konnten. Verschiedene Wohngruppen mussten für zwei Tage in die Isolation gehen. Die Stiftung stand stets im Kontakt mit den Behörden der Stadt Bremgarten und des Kantons. Vor den Sportferien beruhigte sich die bedrohlich anmutende Situation.