Muri
Altersheim trennt sich von Leiter – Nachfolger-Suche läuft

Der Stiftungsrat des Altersheims St. Martin trennt sich «in gegenseitigem Einvernehmen» von Wohnheim-Leiter Daniel Berton. Der Grund: Man habe unterschiedliche Auffassungen von der Führung des Heims.

Eddy Schambron
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Das Alterswohnheim St. Martin an der Marktgasse in Muri bietet 50 Bewohnerinnen und Bewohnern Platz.

Das Alterswohnheim St. Martin an der Marktgasse in Muri bietet 50 Bewohnerinnen und Bewohnern Platz.

Eddy Schambron

Spätestens Ende Juli verlässt Daniel Berton, seit fünf Jahren Leiter des Alterswohnheims St. Martin in Muri, seine Arbeitsstelle. «Wir haben das Arbeitsverhältnis im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst», bestätigt André Stierli, seit diesem Jahr neuer Präsident des Stiftungsrates. «Unsere Vorstellungen über die Führung des Heimes haben sich nicht mehr gedeckt.» Berton wird bis zu seinem Ausscheiden die mit dem Stiftungsrat abgesprochenen Aufgaben erfüllen; bis zur Einstellung einer neuen Heimleitung werden Führungsverpflichtungen interimistisch gelöst, wie Stierli weiter sagt.

Das Alterswohnheim in Muri, das es schon seit 1901 gibt, bietet heute Platz und Lebensraum für mehr als 50 Bewohnerinnen und Bewohner mitten im Dorf und gleich gegenüber der Klosteranlage. Zur Institution gehören weitere 18 Alterswohnungen mit 19 Mieterinnen und Mietern. Rund 40 Mitarbeitende sorgen sich um das Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner.

Quereinsteiger

Daniel Berton, der in Uezwil lebt, übernahm 2010 die Leitung des Altersheims St. Martin in Muri als Nachfolger von Jakob Strebel, der nach 18 Jahren in den Ruhestand trat. Damit wählte der damalige Stiftungsrat aus 38 Bewerbungen einen Quereinsteiger. Berton, 1958 geboren, war seit 2006 verantwortlich für 18 Lernende in den Bereichen KV und Informatik bei der Hewlett Packard (Schweiz) GmbH. Zuvor führte er als Abteilungsleiter 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Fachmann gesucht

Seit 8. April sucht die private Stiftung Alterswohnheim St. Martin einen neuen Heimleiter oder eine neue Heimleiterin, «eine erfahrene und umsetzungsstarke Führungspersönlichkeit.» Er oder sie ist verantwortlich für die Leitung des Gesamtbetriebes und die personelle Führung der Mitarbeitenden. Das Heim soll operativ selbstständig und finanziell selbsttragend nach ethischen und betriebswirtschaftlichen Grundsätzen geführt werden.

«Sie gewährleisten mit einem bedürfnisorientierten, qualitativ hochstehenden Pflege- und Betreuungsangebot eine hohe Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner», heisst es im Stelleninserat. Durch eine verantwortungsbewusste und zielorientierte Führung seien zudem die Mitarbeitenden in ihren Aufgaben zu fördern. Als Profil werden unter anderem Führungsausbildung und –erfahrung, vorzugsweise als diplomierter Heimleiter, hohe soziale Kompetenz sowie Managerqualitäten erwartet. «Ihr Führungsverständnis zielt auf eine Förderung und Entwicklung der Mitarbeitenden und das bestmögliche Wohlergehen der Bewohnerinnen und Bewohner.»

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