Hell und modern kommt sie daher, die neue Caféteria im Alterszentrum Tägerig. Fröhliche Töne des Tägliger Musikvereins erfüllen den gut besetzten Raum, bei Kaffee und Kuchen wird nach eineinhalb Jahren der Abschluss der Bauarbeiten gefeiert. Seit Jahren war das Gebäude als Alters- und Pflegeheim bekannt. «Diese Begriffe sind in unseren Augen jedoch negativ belastet», sagt Willi Gloor, alt Gemeindeammann und Präsident des Altersheimvereines. Deshalb wurde im Sommer dieses Jahres ein Wettbewerb für einen neuen Namen lanciert. Den Abschluss der Anbau- und Sanierungsarbeiten nahm Gloor nun zum Anlass, die neue Bezeichnung zu präsentieren: «Von nun an nennen wir uns Seniorenzentrum Tägerig.» Mit dem neuen Namen musste auch ein neues Logo her für die Institution. Entworfen wurde dieses von Gianna Schneeberger, es zeigt eine abstrakte Darstellung des Gebäudes.

Mehr Platz im Alter

«Vor 20 Jahren war hier ein altes heimeliges Altersheim, das eigentlich schon selbst ins Altersheim gehört hätte», erzählt Gloor. Der Kanton forderte eine Sanierung, diese konnte sich die Gemeinde jedoch nicht leisten. Deshalb wurde im Jahr 1996 der Altersheimverein Tägerig ins Leben gerufen und das Heim ein erstes Mal saniert.

Mit dem nun abgeschlossenen Ausbau wurde der Standard noch einmal erhöht. Neu besitzt jedes der 19 Zimmer eine Toilette und eine Dusche. «Die Bewohner sind von den neuen Zimmern begeistert», freut sich Gloor. Auch für das Personal hat der Umbau und die Sanierung eine Aufwertung gebracht, wie der Vereinspräsident betont: «Vorher mussten sich die Angestellten auf den Gängen umziehen, nun gibt es endlich Garderoben.» Zudem könnten der Heimleitung neu Büroräume zur Verfügung gestellt werden.

Doch damit nicht genug, bereits gibt es weitere Pläne: So soll bis im Frühling der Garten dementengerecht umgestaltet werden. «Das Biotop wird verschwinden müssen, dafür wird es einen kleinen Spazierweg geben», erklärt Gloor.

Umbau als Hürdenlauf

Dass der 3 Mio. Franken teure Umbau termingerecht beendet wurde, war nicht von Beginn an klar. Nebst baulichen Hindernissen im Bereich der Sanitäranlagen hatte der Verein vor dem Umbau einige Hürden zu überwinden. Gegen das Baugesuch gab es diverse Einsprachen, zudem wurde seitens der SVP Tägerig das Einverständnis des Gemeinderats zur Änderung des Baurechtsvertrags kritisiert, das für einen Ausbau nötig war. Ausserdem kritisierte die SVP die Risikogarantie der Gemeinde für den Altersheimverein, die ohne Beschluss der Gemeindeversammlung zustande gekommen war.