Wohlen
«Als 2500 Autos da waren, konnte ich den Konvoi nicht mehr verantworten»

50 Autos waren geplant – am Schluss kamen über 2500. Die Trauerfahrt zu Ehren des verstorbenen Schauspielers Paul Walker wurde wegen dem grossen Ansturm abgesagt. Die Enttäuschung bei den Teilnehmer hielt sich in Grenzen.

Andrea Weibel
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Trauerfahrt für Paul Walker in Wohlen
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Trauerfahrt für Paul Walker in Wohlen

Trauerfahrt für Paul Walker in Wohlen

Annika Bütschi

Was als kleine Gedenkfahrt gedacht war, wurde zum wohl grössten Auto-Konvoi, den die Schweiz je gesehen hat. Vor gut einer Woche hatte der amerikanische Schauspieler Paul Walker als Beifahrer eines Rennfahrers einen tödlichen Autounfall.

«Das hat mich sehr bewegt, denn durch ihn bin ich zu meinem Traumauto gekommen», sagte Pascal Willi aus Hilfikon. «Darum habe ich eine Trauerfahrt organisieren wollen. Es sollten etwa 50 Autos daran teilnehmen und gemeinsam durchs Freiamt fahren.»

Doch es kam anders: Willi hatte den Termin auf Facebook öffentlich gemacht, und dieser verbreitete sich bei den Tuning-Fans der ganzen Schweiz wie ein Lauffeuer. Er reagierte schnell und organisierte Helfer und Parkplätze.

«Anhand der Facebook-Einträge rechnete ich am Ende mit etwa 2000 Leute und vielleicht 1000 Autos.»

Doch selbst diese hohe Schätzung wurde bei weitem übertrumpft: «Als die Parklätze für rund 2500 Autos restlos voll waren, konnte ich einen Konvoi nicht mehr verantworten und habe das Ganze abgesagt. Das kam von mir aus, nicht von der Polizei. Es tut mir sehr leid, denn es ist grossartig, wie viele Leute gekommen sind.»

«Es ist vernünftig»

Die Autoliebhaber der ganzen Schweiz, die meist in Konvois nach Wohlen gereist sind, waren scheinbar nicht enttäuscht, dass die Trauerfahrt abgesagt werden musste. «Es ist vernünftig», hielt Michael Temperle (27) aus Boswil fest. «Eine Kolonne von über 2000 Autos ist unvorstellbar und würde kaum gut gehen.»

Die Tuning-Freunde genossen die Parade der «Chläpfe» auf der Anglikerstrasse und verstreuten sich bald, nachdem viele für Paul Walkers Hilfswerk gespendet und eine Trauerminute eingelegt hatten. Es sollte eine stille Trauerfahrt sein - ganz ohne «gäsele» gings dann aber doch nicht.

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