Morgen Samstag nehmen Die Göttlichen zum 30. Mal am Grümpelturnier «Fun and Move» in Zufikon teil. Für ihr Jubiläum haben sie sich etwas Besonderes einfallen lassen: der Fussballplatz wird zwischen 11.30 und 12 Uhr geräumt, denn dann fliegt die Mannschaft mit Helikoptern ein.

«Da die Göttlichen ja von oben kommen, lag das nahe», sagt Max Meier, der genau wie Markus Kaufmann und Alois Koch von Anfang an dabei ist. Als die Idee aufkam, habe einige Skepsis geherrscht, ob sie auch durchführbar sei. «Wir haben dann aber einfach ein Gesuch an die Gemeinde gestellt, und die hat wohlwollend reagiert.»

Name entstand in der Bar

Auch sonst habe die Mannschaft – zum Teil altersbedingt – einige Wechsel erfahren, verraten die sieben Männer, die zwischen 52 und 65 Jahre alt sind. Auch die Sportart wurde gewechselt, seit 12 Jahren ist man vom Fussball auf die etwas gemütlichere Kategorie «Volleyball plausch» umgestiegen.

Und wo war man erfolgreicher? «Am erfolgreichsten waren wir immer bei der Kostümierung», sagt Meier diplomatisch. Am Zufiker Turnier wird die Originalität der Kostüme separat gewertet, und jedes Jahr schafften es die Göttlichen zumindest aufs Podest.

Bei den Göttlichen handelt es sich nicht nur um eine Mannschaft, sondern um einen Verein – am Turnier regelbedingt verstärkt durch mehrere Frauen. Es gibt einen Präsidenten, einen Aktuar und auch einen Bauchef. Alle sind Mitglied im TSV Zufikon, haben aber quasi einen Unterverein gegründet.

So sah die Mannschaft beim 10-Jahr-Jubiläum aus.

So sah die Mannschaft beim 10-Jahr-Jubiläum aus.

Der Name und das Motto ändern sich von Jahr zu Jahr. So kamen die göttlichen Überflieger zu Zeiten des Swissair-Groundings mit einem Flugzeug angebraust, das sie auf einer Schubkarre montiert hatten, in einem anderen Jahr waren sie göttliche Engel, Vagabunden oder Mönche; dieses Jahr die göttlichen Überflieger. Schlimme Verletzungen habe es noch nie gegeben – Muskelrisse oder ein lädiertes Knie gehören aber wohl zu jeder guten Grümpi-Mannschaft.

Der Name entstand, wie viele gute Ideen, in einer Bar. Markus Kaufmann erinnert sich: «Im ersten Jahr, als wir antraten, war WM in Mexiko, es spielte England gegen Argentinien und da war die berühmte Szene, als Maradona seine Hand zu Hilfe nahm, um ein Tor zu erzielen. Durch den Ausdruck der ‹Hand Gottes› sind wir damals auf unseren Namen gekommen.»

Die Fans – in der Zwischenzeit hat die Mannschaft am Zufiker Grümpi Kultstatus erreicht – dürfen sich auf weitere Überraschungen freuen. Welche das sind, wollen die Männer noch nicht verraten. Wer es wissen will, muss morgen auf die Schulanlage kommen und die Göttlichen kräftig anfeuern.