Sarmenstorf

Aller guten Storchennester sind vier

Sie haben wieder zünftig zugepackt, die Sarmenstorfer Storchenfreunde. Am Samstag wurde beim Riedmühle-Hof ein weiteres Nest gebaut und montiert.

Der Sarmenstorfer Storchenvater Marco (Hoss) Stettler hat die richtigen Leute um sich geschart: der Werkmeister bringt die Weiden, die er in Dottikon an der Bünz geschnitten hat, ein anderer Birkenreisig, der nächste den Autokran. ein weiterer eine Montageleiter, dazu kommen noch ein paar Helfer mit fleissigen Händen und schon kann es losgehen mit dem Bau des vierten Storchennestes in Sarmenstorf.

Die ersten drei haben Stettler und seine Helferinnen und Helfer vor rund zwei Jahren beim Birkenhof aufgestellt. Eines davon war schon im ersten Jahr besetzt, im Sommer 2017 hat dort das gleiche Storchenpaar dann sogar erfolgreich drei Jungtiere aufgezogen. Die zwei anderen sind leer geblieben. Es hat zwar «Miet-Interessenten» gegeben, doch die sind vom sehr dominanten brütenden Paar verjagt worden.

«Gut möglich, dass ihnen im Frühling ein anderes Paar die Stirn bietet und sich nicht vertreiben lässt», sagt Marco Stettler, der sich mit den Gewohnheiten von Störchen mittlerweile bestens auskennt. Dennoch wolle man allfälligen Neuzuzügern eine Alternative bieten und habe sich dazu entschlossen, bei der Riedmühle am nördlichen Dorfrand ein viertes Nest zu bauen. Auch dort sind die Bedingungen für Meister Adebar gut, weil es auf den Feldern genügend Futter gibt.

Aufwendiges Projekt

Erfolg beflügelt, und so haben Stettler und seine Kolleginnen und Kollegen auch diesmal keine Mühe für ihr neustes Projekt gescheut. Auch die vierte Storchenbehausung wurde nach akribischer Vorbereitung mit viel Aufwand in einer Scheune des Riedmühle-Hofes kunstvoll aus Weiden geflochten und mit Holzwolle und Birkenreisig gefüllt. Am Schluss kam etwas weisse Farbe auf das Nest: «Damit täuschen wird Kotreste vor und suggerieren den Störchen, dass dieses Nest schon einmal bewohnt gewesen ist. So lassen sie sich hier vielleicht eher nieder», erklärt Stettler. Platziert worden ist das neue Nest erneut auf einem Holzmast, nach dem gleichen Prinzip wie jene beim Birkenhof. Diese Konstruktionen haben auch den Sturm «Burglind» problemlos überstanden.

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