Corona-Hilfe

Alle wollen helfen: Von der Kirchgemeinde bis zum Fanclub, vom Einkaufen bis zu Arbeitsplätzen

Einkaufen helfen: Das bietet der Fanclub des FC Wohlen der älteren Bevölkerung an, um sie vor dem Corona-Virus zu schützen.

Einkaufen helfen: Das bietet der Fanclub des FC Wohlen der älteren Bevölkerung an, um sie vor dem Corona-Virus zu schützen.

Die reformierte Kirchgemeinde Muri-Sins bietet Arbeitsplätze an, ein Fanclub des FC Wohlen Hilfe beim Einkaufen.

Das Corona-Virus stellt viele vor Probleme. Ältere Menschen, die das Haus nicht mehr verlassen und somit auch nicht einkaufen gehen sollten. Berufstätige Eltern, deren Kinder nun plötzlich zu Hause statt in der Schule sind und eine Betreuung brauchen. Zum Glück ist die Solidarität in der Region riesig. Kaum hatte der Bundesrat die verschärften Massnahmen im Kampf gegen das Virus und damit die zusätzlichen Einschränkungen kommuniziert, haben auch Freiämterinnen und Freiämter in den sozialen Medien ihre Hilfe angeboten. So wurde etwa die Facebookgruppe «Gemeinsam und solidarisch – Bezirk Bremgarten» gegründet.

Einkaufen statt den FC Wohlen anfeuern

Auch der Fanclub Gate Süd Wohlen – GS14 wurde aktiv und wandte sich an all jene, die zur Risikogruppe gehören und zu Hause bleiben sollten: «Wir als Fangruppierung des FC Wohlen möchten all diesen Menschen in unserer Gemeinde nach Möglichkeit unter die Arme greifen. Gerne unterstützen wir euch bei Einkäufen, Besorgung von Medikamenten, Sonstigen Tätigkeiten im öffentlichen Raum.» Wer eine solche Hilfe benötigt, kann sich unter fanverantwortliche@fcwohlen.ch melden, teilt der Fanclub mit und schliesst mit den Worten: «Solidarität ist unsere stärkste Waffe. Gemeinsam überstehen wir diese Krise!»

Mit diesem Angebot steht der Wohler Fanclub nicht alleine da. Auch mehrere Gemeinden geben ihrer Bevölkerung Tipps, an wen sie sich wenden können, wenn sie Hilfe benötigen. In Merenschwand soll man sich etwa an den Sozialdienst wenden, in Muri und Uezwil an die Gemeindekanzlei.

Kirchgemeinde stellt Arbeitsplätze zur Verfügung

Ein spezielles Angebot macht die reformierte Kirchgemeinde Muri-Sins: Sie bietet in ihren Räumen in Muri und Sins Arbeitsplätze auf Zeit an. «Wegen der aktuellen Gesundheitskrise müssen Büroarbeiten zunehmend von zu Hause aus erledigt werden: Home-Office ist angesagt. Zugleich bleiben Kinder wegen der Schulschliessung ebenfalls daheim», heisst es in einer Mitteilung. Je nach Wohnsituation könne das für Familien zu einer ziemlichen Belastung werden. Ab Montag stellt die reformierte Kirche Muri-Sins nun in Muri und Sins bis auf weiteres je vier Arbeitsplätze zur Verfügung. «Wir sind gespannt, wie das Angebot aufgenommen wird», sagt der Sinser Pfarrer Hansueli Hauenstein. Es wird ab Freitag publiziert.

Die Arbeitsplätze bieten genügend Arbeitsfläche, Stromanschluss und eine WLAN-Verbindung. Sie seien räumlich so getrennt, dass sie dem nötigen «Social Distancing» entsprechen. Ergänzende Infrastruktur wie WC oder Kaffeemaschine seien ebenfalls vorhanden. Das Angebot gilt ab Montag, 23. März, bis auf weiteres und ist kostenlos. Die Arbeitsplätze können halbtagweise reserviert werden. Die Benutzungszeiten sind Montag bis Freitag je 8 bis 11.30 und 14 bis 17.30 Uhr. Die Lokalitäten befinden sich in den Kirchenräumen an der Aarauerstrasse 2 in Sins und an der Maiholzstrasse 24 in Muri. Anmeldungen und Anfragen sind in Sins an Pfarrer Hansueli ­Hauenstein, Tel. 0417872842, hansueli.hauenstein@ref-muri-sins.ch und in Muri an das Sekretariat der Kirchgemeinde, 0566641140, info@ref-muri-sins.ch, zu richten.

Autor

Eddy Schambron

Eddy Schambron

Autor

Fabio Vonarburg

Fabio Vonarburg

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