Widen

Alle Waren unverpackt: Das «Pfünderli»-Team sagt Plastik den Kampf an

Dave Frey, Michele Pizzera und Marlène Karpf (von oben) eröffnen bald den Laden.

Dave Frey, Michele Pizzera und Marlène Karpf (von oben) eröffnen bald den Laden.

Im Juli eröffnet ein Unverpackt-Laden mit veganem Bistro namens «Pfünderli». Noch steckt das Team mitten in den Vorbereitungen und der Laden gleicht einer grossen Baustelle. Doch die Eröffnung soll wie geplant stattfinden.

Vom Brötchen am Morgen über die Regale fürs Gemüse bis hin zur Einkaufstasche: Im «Pfünderli» ist alles selbst gemacht. Das vegane Bistro und Lebensmittelgeschäft wird im Juli im Neubau an der Allmend eröffnen. «Meine Eltern bauen dieses Gebäude. Ich habe ihnen unsere Idee vom Laden vorgeschlagen und sie waren begeistert. Deshalb können wir uns nun in diesen Räumen verwirklichen», erklärt Michele Pizzera.

Er ist der Geschäftsführer vom «Pfünderli» und der hauseigenen Tofurei Engel, die sich im hinteren Teil des Ladens befinden wird. «Wir sind ein vierköpfiges Team, das aus der Region kommt. Mein Zwillingsbruder Mirco und ich haben Dave und Marlène durch unsere Arbeit in der Tofurei kennen gelernt, die nun von Zwillikon nach Widen zieht.»

Einkaufen ohne Abfall

Das Team steckt mitten in den Vorbereitungen. Der Laden gleicht einer grossen Baustelle. «Es gibt Verzögerungen beim Bau, weshalb wir erst nächste Woche unsere Möbel aufstellen können», sagt Pizzera. Die Eröffnung solle aber wie geplant stattfinden. «Wir sind Improvisationskünstler», sagt er und lacht. Einen eigenen Laden aufzumachen sei eine Herausforderung. Dennoch sind sie optimistisch: «Wir haben schon sehr viel positive Rückmeldungen zu unserem Konzept erhalten. Die Region freut sich auf uns.»

Das «Pfünderli» ist neben einem veganen Bistro mit kaltem Buffet auch ein Unverpackt-Laden. Plastiktüten, Dosen und Karton sucht man auf den rund 80 Quadratmetern vergebens. Denn: «Die Leute können die Produkte in ihre eigenen Gläser abfüllen. Diese können sie aber auch von uns gegen ein Depot beziehen.» Weil der Preis durch Abwägen bestimmt wird, haben sie sich für den Namen «Pfünderli» entschieden.

Nur regionale Produkte

Obwohl alle Leute im Team vegan leben, sei das «Pfünderli» nicht nur für Gleichgesinnte. «Es ist kein Aushängeschild für unseren Laden, sondern eine Einstellung. Wir möchten zeigen, wie bewusst konsumiert werden kann und dass Qualität vor Quantität stehen sollte», betont der Geschäftsführer. Deshalb sei es auch selbstverständlich gewesen, dass sie alle Produzenten vorab besucht haben, die Produkte möglichst regional sind und die Speisen immer frisch zubereitet werden. «Das Gemüse kommt von einem Hof in Eggenwil und das Mehl von Muri und Boswil. Es wird also immer nur gerade das im Angebot geben, was Saison hat.»

Das «Pfünderli», das künftig an sechs Tagen die Woche von 8.30 bis 16 Uhr geöffnet sein wird, soll keine Konkurrenz für andere Unternehmen in Widen sein, sondern das bestehende Angebot ergänzen. Nach einem Jahr Planung und viel investierter Zeit freue sich das Team zukünftig auf viel Kundschaft. «Da wir aber noch neu in der Branche sind, brauchen wir ein wenig Anlaufzeit und hoffen, dass wir nicht gleich überrannt werden», scherzt er.

Eröffnung des «Pfünderli» mit Apéro am Freitag, 7. Juli, um 17 Uhr an der Allmend.

Meistgesehen

Artboard 1