Hermetschwil

Aliens aus Schrauben und Zahnrädern

Bei Recycle Art entstehen aus Auto- und Motorradteilen einzigartige Skulpturen. Entworfen werden die Figuren von Peter Lötscher und Eric Pauli. Ein Augenschein.

Mit grosser Detailtreue werden aus Schrauben, Ketten und Zahnrädern Kunstwerke, die gleich doppelt faszinieren: einerseits sind die Figuren an sich sehr beeindruckend, besonders die bis zu dreieinhalb Meter hohen Krieger, Drachen und Aliens wirken imposant. Wenn man dann näher herantritt eröffnet sich dem Betrachter ein zweites Bild. Die zweckentfremdeten Einzelteile geben den Figuren einen einzigartigen Charakter.

In Handarbeit hergestellt

Entworfen werden die Figuren von Peter Lötscher und Eric Pauli. Die beiden haben sich vor drei Jahren an der Ausstellung «Swissmoto» kennen gelernt und sind seither ein Team. «Ich war von seiner Arbeit begeistert und habe ihm angeboten, den Platz in meinem Töffladen zu nutzen», erzählt Pauli. Lötscher ist das halbe Jahr in Südostasien, wo die Kunstwerke produziert werden. Ein 15-köpfiges Team setzt die Ideen nach den Vorgaben der beiden Schweizer um. Sieben Jahre musste die Gruppe üben, bis die Skulpturen wunsch-gemäss hergestellt werden konnten. Heute sind fast alle Ideen umsetzbar, wer ein Kunstwerk haben möchte, kann selber ein Modell oder eine Zeichnung als Vorlage mitbringen. Natürlich sind alle Werke Unikate.

Männer mögen Monster

In den Figuren stecken bis zu 500 Arbeitsstunden. Neben den grossen Skulpturen gibt es aber auch viele kleine Statuen zu bestaunen. Zudem wurden einige der Stahlgeschöpfe zu Tischen oder Barhockern umfunktioniert. Film-Fans werden von den Motiven besonders begeistert sein. Etliche Arbeiten sind den Filmwesen von H.R. Giger nachempfunden. «Besonders am Anfang haben wir viele Filmfiguren gemacht, die wecken Emotionen beim Betrachter», erklärt Lötscher. Dabei seien besonders die Männer von den Monstern, Kriegern und Aliens begeistert. «Frauen mögen meist lieber die niedlichen Figuren», weiss er. Auch davon sind etliche zu entdecken, so der Esel aus dem Animationsfilm Shrek oder der Roboter Wall-E.

Ausstellung in Hermetschwil

Obwohl auch einige Firmen Figuren zu Werbezwecken gekauft hätten, machten Privatkunden den weitaus grösseren Anteil aus, verrät Pauli. «Man muss den Leuten die Figuren zeigen, um sie dafür begeistern zu können», ist er überzeugt. Auf Fotos komme die Wirkung nicht gleich gut zur Geltung. Am nächsten Wochenende (12./13. März) werden die Figuren in seinem Motorradgeschäft in Hermetschwil nochmals gezeigt.

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