Zufikon
Air Berlin will Aargauer Paar nicht mitnehmen - wegen Vornamen

Heidi und Anton Schambron aus Zufikon erleben am Flughafen Zürich eine saftige Überraschung. Air Berlin will die beiden nicht befördern, weil auf dem Ticket die falschen Namen stehen. Das Paar fällt aus allen Wolken.

Merken
Drucken
Teilen
Heidi und Toni Schambron: Der Name wird bei Air Berlin zum Verhängnis.

Heidi und Toni Schambron: Der Name wird bei Air Berlin zum Verhängnis.

Screenshot SRV

Am Check-in am Flughafen dann die böse Überraschung. Sie dürfen nicht fliegen, weil auf ihren Identitätskarten nicht Toni und Heidi, sondern Anton und Adelheid steht. Das berichtete gestern Abend die Sendung Kassensturz des Schweizer Fernsehens. Das Ticket sei so nicht gültig, bescheiden Air-Berlin-Angestellte den beiden Aargauern.

Um den Flug dennoch antreten zu können, muss das Ehepaar den Namen auf dem Ticket ändern lassen - für 640 Franken. Die Schambrons zahlen, denn sie wollen unbedingt nach Wien. Eine Reise in die österreichische Hauptstadt ist ein lang gehegter Wunsch der beiden. Für Heidi Schambron ist es gar die erste Flugreise überhaupt. In Wien haben sie nun einfach deutlich weniger Sackgeld als geplant.

«Sehr kleinlich»

Von «Kassensturz» mit dem Vorfall konfrontiert, verweist die Fluggesellschaft auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen. Dort stehe, dass der Name auf dem Ticket genau mit dem Namen auf dem Personalausweis übereinstimmen muss, lässt Air Berlin wissen. .

«In allen Fällen ist im Rahmen des Buchungsvorgangs der tatsächliche (...) übereinstimmende Vor- und Nachname des Fluggastes anzugeben.»
Bei den Namen Toni und Heidi sei eine eindeutige Zuordnung nicht möglich, so könnten die beiden auch Anthony oder Heidrun heissen. Das diene auch der Sicherheit im Luftverkehr. Darum könne Air Berlin hier nicht kulant sein.

«Ich finde das sehr kleinlich», sagt Heidi Schambron gegenüber der az. Was sie am meisten verwundert. Ein Bekannter, der mit ihnen nach Wien gereist ist, hat das Ticket auf den Namen Hansruedi gebucht, im Pass steht aber Hansrudolf. Hier hatte die Airline nichts auszusetzen.

Trotzdem schöne Ferien

In Wien hat es den Beiden dann aber trotzdem sehr gut gefallen. «Es ist superschöne gewesen», sagt Schambron. Ob sie je wieder mit der Air Berlin fliegen wird, hat sie noch nicht entschieden. «Wenn es anders geht, dann nicht».

Das Paar, das die Reise Ende Mai getätigt hat, sucht seit Wochen den Kontakt mit der Fluggesellschaft, vergebens. Auf drei E-Mails und einen eingeschriebenen Brief haben sie bis heute keine Antwort bekommen.