Dienstag, kurz nach Mittag. Schülerinnen und Schüler laufen durch die Untere Haldenstrasse in Wohlen in Richtung Schule und bleiben kurz vor dem Ziel verwirrt stehen. Ein Teil ihres Schulwegs ist gesperrt.

Innerhalb des abgesperrten Bereichs wird eine rissige Mauer von Stützpfeilern vor dem Umfallen geschützt. Den Schülern bleibt nichts anderes übrig, als verwirrt umzukehren und sich einen anderen Weg in die Schule zu suchen.

«Akute Einsturzgefahr»

Die Erklärung für die teilgesperrte Strasse liefert eine Medienmitteilung der Gemeinde Wohlen: «Gestützt auf ein Fachgutachten musste festgestellt werden, dass die Tragfähigkeit und die Gebrauchstauglichkeit einer privaten Stützmauer entlang der Unteren Haldenstrasse im Einmündungsbereich in die Pilatusstrasse nicht mehr gegeben sind und eine akute Einsturzgefahr besteht.»

Weil sich die Stelle im Bereich eines häufig genutzten Schulwegs befindet, handelte der Gemeinderat am vergangenen Freitag umgehend, wie in der Meldung betont wird. Die Behörde leitete sofortige Sicherheitsmassnahmen ein und liess den Strassenabschnitt durch die Regionalpolizei sperren. Weder Fahrzeuge noch Fussgänger dürfen den Abschnitt passieren. Dass das noch nicht bei allen Schülern angekommen ist, zeigt ein Augenschein vor Ort. Dabei wären die Umleitungen signalisiert.

So werden Schulkinder und andere Fussgänger gebeten, den Fussweg zwischen den beiden Häusern Untere Haldenstrasse 8 und 12 in Richtung Waltenschwilerstrasse zu benutzen. Die Zufahrt zum Haldenquartier ist für Fahrzeuge via Haldensteig/Haldenrain respektive die Obere Haldenstrasse gewährleistet.

Bereits seit einem Jahr hat die Gemeinde die private Stützmauer im Blick. Dies, nachdem ein Hinweis aus der Bevölkerung einging. Die Eigentümer seien daraufhin aufgefordert worden, ein Gutachten für die Mauer zu erstellen, teilt Christoph Meyer, Abteilungsleiter Tiefbau und Verkehr, mit. Doch die Zeit verstrich und nichts passierte. So wurde die Gemeinde von sich aus aktiv und stellte bei der Wegnahme des Verputzes fest, dass ein schnelles Handeln nötig ist. «Wie es nun weitergeht, wird bautechnisch und baujuristisch abgeklärt», sagt Meyer und bittet die Bevölkerung nochmals, den abgesperrten Bereich zu meiden.