Kelleramt

Abwasserverband ARA gibt Vollgas

Trägermodule mit Textiltüchern aus einem der ARA-Biologiebecken. zvg

Trägermodule mit Textiltüchern aus einem der ARA-Biologiebecken. zvg

Der Abwasserverband legt seinen Jahresbericht 2018 vor. Der ist jetzt auch auf der neuen Website des Verbandes einsehbar.

Der Abwasserverband Kelleramt als öffentlich-rechtlicher Betrieb hat neu eine eigene Website. Unter www.arakelleramt.ch sind alle wichtigen Informationen und Dokumente aufgeschaltet. So auch der Jahresbericht 2018, der über alle Aktivitäten und Pläne im Zusammenhang mit der Abwasserreinigung der Gemeinden Arni, Islisberg, Oberlunkhofen, Oberwil-Lieli, Rottenschwil, Unterlunkhofen, Ottenbach und Jonen ausführlich informiert.

Der Wasserzufluss zur ARA hat gegenüber dem Vorjahr um rund zehn Prozent abgenommen und lag bei knapp zwei Millionen Kubikmetern. Ausschlaggebend dafür waren die geringeren Niederschlagsmengen 2018. Der Stromverbrauch hat sich dank der geringeren Abwassermenge und dem Einsatz neuer Lüfterplatten in einem der vier Biologiebecken der ARA ebenfalls reduziert. Die Bevölkerung im gesamten Einzugsgebiet hat um 176 Einwohner (1,3 %) zugenommen. Insgesamt sind 21 300 Einwohner an die Kanalisation angeschlossen.

Neues Blockheizkraftwerk

Die ARA Kelleramt verfügt in allen 4 Biologiebecken über sogenanntes Biotextil. Auf den Belüfterplatten in den Biologiebecken verursachen Belagsbildungen enorme Probleme. Weitergehende Abklärungen zur Optimierung der Biologie sind geplant und werden derzeit durchgeführt. Trotz der genannten Probleme erfüllt die ARA alle Anforderungen und die gesetzlichen Bestimmungen zur Einleitung in ein Gewässer.

Durch den Zusammenschluss der ARA Kelleramt mit der ARA Ottenbach-Jonen im Jahr 2014 stieg der Gasertrag auf 153 000 m3/Jahr. Mit dieser Steigerung des Gasertrages wurde das Blockheizkraftwerk in den vergangenen Jahren beinahe 24 Stunden pro Tag betrieben. Um die grössere Gasmenge energetisch optimal verwerten zu können, wurde ein neues Kraftwerk mit höherer Leistung installiert. Die Investitionskosten für das neue Werk samt Installationskanal betragen 320 222 Franken.

Im Rechnungsjahr musste ein Aufwandüberschuss verbucht werden. Da die rechtliche Grundlage zur Bildung von Eigenkapital fehlt, wurde das Eigenkapital aufgelöst und den Verbandsgemeinden anteilsmässig zurückerstattet. Die Betriebsrechnung als solche kann insgesamt einen erfreulichen Rechnungsabschluss verzeichnen. Die Betriebskosten pro Einwohner sind im Vergleich zu den Vorjahren eher leicht tiefer. 

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