Zu viele Punkte seien offen, findet die Grünliberale Partei Aargau in ihrer Vernehmlassung. Das Vorhaben werde angesichts der heutigen, mangelnden Informationen eher abgelehnt. Im Planungsbericht werde der Bedarfsnachweis zu wenig detailliert ausgeführt.

Die Priorität der Entsorgung von unverschmutztem Aushub- und Ausbruchmaterial bleibe bei der Verwertung in Materialabbaustellen, habe der Regierungsrat selber festgehalten. Nur regional sollten im Bedarfsfall einzelne Entsorgungsmöglichkeiten in Form von Deponien geschaffen werden können.

Genau diese Beurteilung fehlte im Bericht. Die Partei schreibt, dass die Distanz Kallern zum Steinbruch Wildegg/ Auenstein keine 20 Kilometer betrage, «was als Transportdistanz zumutbar erscheint».

Weiter würden Aussagen des Kantons zur Beeinträchtigung der Landschaften kantonaler Bedeutung fehlen. «Die GLP muss leider von einer absichtlichen Unterlassung ausgehen».

Auch wenn natürlich noch kein Gestaltungsplan vorliege, so interessiere bereits beim Richtplangeschäft die Frage, wie die Landschaftsveränderung dereinst in etwa wirken werde. «Eine Visualisierung wäre hilfreich, im Wissen darum, dass die Details erst folgen.»

Für den Fall, dass das Vorhaben zu einer Botschaft an den Grossen Rat führt, verlangt die Partei ergänzende Angaben, unter anderem eine Übersicht über Lage und Reservevolumen betriebener Deponien gleichen Typs sowie Distanzen zu aufzufüllenden Steinbrüchen.

Sie will auch das voraussichtlich benötigte Volumen der Region und die «beabsichtigte Menge von Import-Volumen (unter Berücksichtigung der zu erwartenden Transportdistanzen und Dorfdurchfahrten)» wissen.