In Hägglingen hiess es Abschied nehmen. Und zwar Abschied vom Schulhaus, der Schule und deren Eigenständigkeit. Betroffen sind nicht nur die Abschlussklassen der Oberstufe. Auch den künftigen Oberstufen- und Primarschülern bringt das Schuljahr 2014/15, das im August beginnt, einschneidende Veränderungen. Nach den Sommerferien werden die Oberstufenklassen nicht mehr in Hägglingen, sondern in der Nachbarsgemeinde Dottikon geführt.

«Wir sagen der Eigenständigkeit auf Wiedersehen», erläuterte denn auch Hägglingens Schulleiterin Marianne Kleiner. Dennoch sei Zuversicht angebracht: «Wir freuen uns auf den Neubeginn. Für die Schülerinnen und Schüler wird der Wechsel weniger spürbar sein. Ihre Gspänli bleiben ja die gleichen.»

Ein Gemeinschaftswerk

Ein letztes Mal waren Kindergärtler, Primar- und Oberstufenschüler vereint und feierten gemeinsam das Ende des Schuljahres. Für diese spezielle Abschlussfeier hatten sich die Schüler und Lehrkräfte einer besonderen Herausforderung gestellt. Sie führten Shakespeares grosses Stück «Ein Sommernachtstraum» auf. Eine Komödie, die jeder Altersstufe eine Rolle bot. So flatterten die Jüngsten als Elfen und Schmetterlinge über die Bühne, während die Teenager die Sprechrollen innehatten und so Titania, Oberon, Hermia und den schelmischen Kobold Puck verkörperten. «Es gibt wohl in jeder Klasse einen Puck», schmunzelte Oberstufenlehrer Roman Brügger, «das hat uns animiert, dieses Stück zu zeigen.»

Anspruchsvolle Geschichte

Nach den Sportferien starteten die Proben für den «Sommernachtstraum». Während einer Projektwoche wurden diese intensiviert. «Auch wenn Shakespeares Theaterstück eine recht komplizierte Geschichte ist – insbesondere für Kindergärtler –, hat jedes Kind den Inhalt auf seine Weise verstanden», sagte die Schulleiterin.

Das Schülerensemble spielte vor vollem Haus. Eltern streckten ständig Kameras und Smartphones in die Höhe und hielten die Darbietung ihrer Sprösslinge in Schnappschüssen fest. Der nicht enden wollender Applaus war Beleg für eine muntere Aufführung.