Hägglingen

Abfälle von Feuerwerken vermiesen den Start ins neue Jahr

Feuerwerksabfall: So sah es beim Hägglinger Kreisel am Morgen des 1. Januar aus. zvg

Feuerwerksabfall: So sah es beim Hägglinger Kreisel am Morgen des 1. Januar aus. zvg

Das Aufwachen am ersten Tag des Jahres war nicht überall schön: Mitten auf der Strasse lagen die Abfälle der Feuerwerke vom Vorabend. Anwohner sind erbost und reden sogar von Feuerwerksverboten oder -einschränkungen.

Der Silvesterabend war auch in Hägglingen von guten Wünschen, Champagner und Feuerwerk geprägt. Doch der Neujahrsmorgen begann nicht für alle so idyllisch, wie der Abend geendet hatte.

«Wir erwachten zwar im neuen Jahr, doch inmitten von Abfällen des alten Jahres», berichten Gertrud und Hans Gnos, ein Ehepaar aus Hägglingen. «Wo in der Nacht zwei Erwachsene und zwei Kinder rege ihr Feuerwerk entfachten, herrschte am Morgen ein trostloser Anblick. Die Erwachsenen liessen die Kinder gewähren, welche ihr ‹Chlöpfwerk› ohne Rücksicht auf Autos mitten auf die Strasse und in den Kreisel warfen», erinnern sich die beiden. Doch was für sie beinahe noch schlimmer war: «Die ganzen Abfälle lagen am nächsten Morgen noch weit verstreut herum.»

Mehr Verantwortung gefragt beim Abbrennen von Feuerwerk?

Das Ehepaar findet es schade, «dass Erwachsene so gedankenlos mit Freude, Natur und den Bewohnern des Dorfes umgehen». Ebenfalls sei es schade, «dass die Kinder auf diese Art kaum je Verantwortung zu übernehmen lernen». Deswegen halten sie fest: «Wir unterzeichnen nach solchen Erfahrungen gerne jedes Verbot von Feuerwerk, solange es keine anderen einschränkenden Massnahmen gibt.» Darunter verstehen sie beispielsweise, dass das Abbrennen von Feuerwerk nur noch an offiziellen, dafür vorgesehenen Stellen erlaubt werden soll. Für sie selbst sei es ein Anstoss, «bewusster hinzuschauen – auch bei uns selbst». (aw)

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