Bremgarten
Ab Donnerstag kann man in Bremgarten um einen halben Kreisel fahren

Zwei neue Kreisverkehre für rund 7 Millionen Franken sollen den Verkehr bei Bremgarten flüssiger und sicherer machen. Der Kreisel an der Wohlerstrasse ist schon zur Hälfte fertig und kann ab Donnerstag provisorisch befahren werden.

Toni Widmer
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Am Dienstag wurden noch die Fugen abgedichtet, ab Donnerstag wird bereits der Verkehr über die fertige erste Hälfte des oberen Kreisels rollen. Foto: René Salzmann

Am Dienstag wurden noch die Fugen abgedichtet, ab Donnerstag wird bereits der Verkehr über die fertige erste Hälfte des oberen Kreisels rollen. Foto: René Salzmann

Mit zwei neuen Kreiseln will der Kanton den Verkehrsfluss auf der westlichen Einfallsachse zur Stadtumfahrung von Bremgarten flüssiger und vor allem sicherer machen. Die auf rund 7 Mio. Franken veranschlagte Investition entschärft eine Situation massiv, die schon bei der Eröffnung der Umfahrung im Herbst 1994 als nicht optimal kritisiert worden ist. Heute passieren den Knoten Oberebene-/Wohlerstrasse täglich weit über 20 000 Fahrzeuge. Mit dem steigenden Verkehrsaufkommen ist die unübersichtliche Verkehrsführung zu einem echten Problem geworden. Vor allem in den Stosszeiten kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Staus und auch zu schweren Unfällen.

Gebaut wird nun ein Kreisel mit einem Radius von 20 Metern westlich der Shell-Tankstelle auf der Wohlerstrasse sowie ein zweiter «Rundkurs» mit 18 Metern Durchmesser vor der Firma Hunn Gartenmöbel AG auf der Fischbach-Gösliker-Strasse. Damit entfallen die bisherigen komplizierten Verbindungen zwischen den beiden Hauptachsen und damit auch die unfallträchtigen Ein- und Ausfahrten.

Vom milden Winter begünstigt

Bauherr ist der Kanton Aargau, die Projektleitung obliegt Thomas J. Meile von der Abteilung Tiefbau. Das Projekt ausgearbeitet haben die KIP Ingenieure und Planer, Wohlen. Dort ist Thomas Zimmermann zuständig für die Baustelle, mit dem örtlichen Bauleiter Silvan Kaufmann. Er ist mit dem Stand der Arbeiten sehr zufrieden: «Der milde Winter ist uns entgegengekommen, auch deshalb sind wir sehr gut im Zeitplan.»

Bereits im Januar fertig aufgeschüttet war der 10 Meter hohe Damm, über den die Verbindung der beiden Kreisel führen wird. Dazu waren rund 26 000 Kubikmeter Material notwendig. Weil KIP in Zusammenarbeit mit den beauftragten Bauunternehmen H. Graf AG und Hubschmid Erdbau AG sowie der Reproad AG ein spezielles Konzept für diese Aufschüttung entwickelte , konnten einerseits die dafür veranschlagten Kosten um rund 50 Prozent reduziert werden. Anderseits verminderte sich auch die Umweltbelastung massiv.

Nächste Bauetappe steht bevor

Vom «kleinen» Kreisel ist rund ein Drittel betoniert, der «grosse» Kreisel an der Wohlerstrasse ist schon zur Hälfte fertig. Diese erste Kreiselhälfte wird morgen Donnerstag provisorisch in Betrieb genommen, damit daneben der zweite Teil gebaut werden kann. Dank dieser Lösung kann der Verkehr auf der Achse Wohlen–Mutschellen auch in der nächsten Bauphase weitgehend ungehindert passieren. Allerdings wird der bisherige Bypass in Richtung Fischbach-Göslikon aufgehoben. Wer vom Mutschellen her in diese Richtung fahren will, muss vorderhand einen Umweg über die Shell-Tankstelle fahren.

Auf der Fischbach-Gösliker-Strasse beginnen die Vorarbeiten für die zweite Kreiselhälfte im Mai. Für eine Umleitung ist dort nicht genügend Platz, deshalb muss der Verkehr in den nächsten Monaten einspurig geführt und mit einem Lichtsignal geregelt werden. Damit es dennoch möglichst wenig zu Staus kommt, wird in den Stosszeiten ein Verkehrsdienst eingesetzt. Richtig flüssig laufen wird der Verkehr ganz sicher ab September 2017. Dann sollen die beiden neuen Kreisel fertig sein.

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