Schwere Vorwürfe gegen einen 44-jährigen Aargauer: Vor rund vier Jahren soll er gemäss «Blick» nach Deutschland gereist sein und einen 15-jährigen Jungen für 400 Euro sexuell missbraucht haben. Es handelt sich beim Beschuldigten ausgerechnet um einen Sozialarbeiter, der später bei der Caritas im Bezirk Bremgarten angestellt war. 

Caritas Aargau distanziert sich vom Fall: «Die Vorwürfe betreffen das private Umfeld des Mitarbeiters, nicht jedoch seine berufliche Tätigkeit bei Caritas. Caritas Aargau möchte betonen, dass eines ihrer Kernanliegen die Menschenwürde und insbesondere der Schutz von Jugendlichen ist», schreibt der Verband in einer Mitteilung. Der beschuldigte Mitarbeiter sei per sofortiger Wirkung freigestellt worden. 

Pädophilenring ausgehoben

Der 15-jährige Junge war in Deutschland von einem Pädophilenring mit Nacktbildern erpresst und auf Internetseiten feilgeboten worden. Im Sommer 2015 hoben Ermittler den Pädoring auf – die Spur führte die deutschen Fahnder auch zum Aargauer Freier.

Dieser betont gegenüber «TeleM1», dass es sich beim Missbrauch um einen Einzelfall handele. Zudem habe er während seiner Anstellung bei Caritas nicht mit Jugendlichen zusammen gearbeitet, sondern Erwachsene finanziell beraten. Wegen seiner pädophilen Fantasien sei er in Therapie.

Die Aargauer Staatsanwaltschaft bestätigt das Verfahren gegenüber dem Regionalsender. Bei einer Hausdurchsuchung habe man beim Sozialarbeiter pornografisches Material gefunden.