Neues Album

Aargauer Metal-Band schafft den Sprung in die Hitparade – so tönen «Deep Sun»

Die Band Deep Sun hat es in die Album Charts geschafft.

Die Band Deep Sun hat es in die Album Charts geschafft.

Die Aargauer Formation Deep Sun landete mit dem neuen Album weit vorne in der Schweizer Musikszene.

Ein grosser Erfolg für die Aargauer Symphonic Metal-Band Deep Sun - sie hat es auf Anhieb auf Platz 11 der Schweizer Album-Charts vom 30. Juni geschafft. Der Sprung nach ganz vorne in der Schweizer Musikszene gelang der Gruppe mit ihrem neuen Album «Das Erbe der Welt». In der Sparte Metal erreichte sie sogar den 1. Platz. 2018 wurde die Band vom Aargauer Kuratorium für einen Produktionsbeitrag ausgewählt. Vier der fünf Mitglieder sind gebürtige Aargauer und wohnen in Bremgarten, Brugg und Birrhard. Mit der Frontfrau Debora Lavagnolo, einer erfolgreichen Sprinterin, hat Deep Sun zudem eine ehemalige mehrfache Schweizer und Aargauer Meisterin vom TV Wohlen über 100, 200 und 400 Meter sowie in der Staffel in ihren Reihen. Sie hält auch den Aargauer Rekord über 80 Meter.

Die Symphonic Metal-Band Deep Sun wurde 2006 gegründet. Nach einigen Zu- und Abgängen fand das aktuelle und gut harmonierende Line-Up 2011 zusammen. Es sind dies die ausdrucksstarke, klassisch ausgebildeten Sängerin Debora Lavagnolo. Von Tom Hiebaum stammen die eingängigen Keyboardmelodien. Pascal Töngi liefert die rockigen Gitarrenriffs. Angelo Salerno und Tobias Brutschi sorgen für die drückende Bass- und Schlagzeug-Kombo. Das Debütalbum «Flight of the Phoenix» wurde 2013 durch die Band veröffentlicht. Einen weiteren grossen Schritt machte Deep Sun im Jahr 2016 mit dem zweiten Album «Race Against Time». 

Wandel der Gesellschaft und Entwicklung der Technik

Auf dem nun veröffentlichten dritten Studioalbum werden rund ein Dutzend neue Songs präsentiert, die in den letzten zwei Jahren komponiert und arrangiert wurden. Sängerin Debora Lavagnolo erklärt: «Auf der neusten Scheibe, ‹Das Erbe der Welt›, geht es um den Wandel der Gesellschaft, der Menschheit im Laufe der Zeit, hauptsächlich auf die Entwicklung der Technik und die künstliche Intelligenz bezogen. Viele Texte behandeln auf sehr symbolische und poetische Art die Veränderungen, die derzeit in rasantem Tempo stattfinden. Andere hingegen sprechen das Thema sehr direkt und unverblümt an, bringen unter anderem auch die Problematik, die der ganze technische Wandel mit sich bringt, auf den Punkt.» Trotzdem möchte sich Deep Sun mit den Texten nicht gegen den technischen Wandel stellen. «Uns fasziniert dieses Thema und es lässt viel Spielraum für Fantasien und Geschichten», so Debora Lavagnolo. Die Grundideen der einzelnen Songs der Komponisten Angelo Salerno, Tom Hiebaum und Pascal Töngi wurden während beinahe zwei Jahren gemeinsam zu diesen abwechslungsreichen Songs mit packenden Melodien und teilweise überraschenden Wendungen zusammengeführt - von kurzen Neckbreakern zu klassisch-symphonischen Stücken bis hin zu einem unvergleichlichen Epos in drei Akten. Die themenbezogenen Texte stammen fast ausschliesslich von Sängerin Debora Lavagnolo, die darin Geschichten in verschiedenen Situationen lyrisch zu erzählen vermag.

Deep Sun – Worship The Warship

Youtube/Massacre Records

Deep Sun - Heroes

Youtube/Massacre Records

Mehr als 60 Konzerte in der ganzen Schweiz und im nahen Ausland haben Deep Sun zu einer Metal-Band mit eindrücklicher Bühnenpräsenz und mit ihrem neusten Album zu einer festen Grösse in der Schweizer Musikszene gemacht. Von den vielen Fans wurde das neue Album mit Begeisterung aufgenommen, haben sie doch fast drei Jahre auf das neue Album warten müssen. Die Aargauer Symphonic Metal-Band hat mit «Das Erbe der Welt» die Erwartungen aber erfüllen können: «Geniale Songs, hammer Stimme und super produziert», lauten etwa positive Stimmen. Das Resultat: Platz 11 in der offiziellen Schweizer Hitparade. Dazu meint Bandmitglied Tobias Brutschi: «Die Positionen ergeben sich aus den Albumverkäufen innerhalb einer Woche.»

Ziel: Vermehrt auf grösseren Bühnen und bekannten Festivals


Mit der Aufnahme der CD in der offiziellen Schweizer Hitparade hoffen die Musiker, dass sich ihnen wieder ein paar neue Türen öffnen werden. Dazu Pascal Töngi: «Wir bewerben uns ja laufend, um an Konzerte und Festivals zu kommen. Dies ist nun wie ein Leistungsausweis, der uns helfen soll, Booker und Locations davon zu überzeugen, dass sie mit Deep Sun nicht nur eine hervorragende Band buchen, sondern auch einen Act der bei den Besuchern gut ankommt. Unser Ziel ist ganz klar, vermehrt auf grösseren Bühnen und auch bekannten Festivals auftreten zu können.» Schlagzeuger Tobias Brutschi doppelt nach: «Für mich ist es eine grosse Genugtuung und wie die Medaille bei einem grossen sportlichen Ereignis. Wir haben sehr viel Arbeit, Herzblut und auch Nerven in dieses Album gesteckt und erhielten nun den Lohn für diese Mühen. Es ist ja nicht so, dass eine solche CD-Produktion lediglich das Aufnehmen der Songs beinhaltet. Das ganze Projekt startete vor rund zwei Jahren, und im Studio waren wir lediglich drei Wochen. Mit der Chartsplatzierung konnten wir auch ausserhalb der Metalszene für Aufsehen sorgen und feststellen, dass die Schweizer Musikszene Deep Sun zur Kenntnis genommen hat.»

Obschon jetzt die dritte CD veröffentlicht ist, gilt Deep Sun dennoch nicht als klassische Studio-Band, sondern sie tritt im In- und Ausland live auf. «Für Anfang 2020 ist eine erste kleine Auslandtour geplant, die aber noch nicht ganz unter Dach und Fach ist», sagt Pascal Töngi. «Darüber hinaus werden wir sehen, wie es weiter geht. Ausgedehnte Konzert-Tourneen kommen für uns in naher Zukunft nicht infrage, aber wir wollen uns dennoch im nahen Ausland etablieren und vermehrt dort auftreten.»

Nach Angaben von Tobias Brutschi stand die Band in den letzten knapp 10 Jahren mehr als 60 Mal auf der Bühne. Es waren Konzerte in kleinen, aber auch in grösseren Locations. «Teilweise waren wir auch freitags und samstags unterwegs. Da wir alle zu 100 Prozent berufstätig sind und Angelo und Pascal noch Kinder haben, können und wollen wir nicht über Wochen unterwegs sein. Das wäre schlicht nicht möglich und auch unverhältnismässig.»


Metal-Elemente mit symphonischen Parts der Klassik

Symphonic Metal stellt ein Subgenre des Heavy Metal dar, das Metal-Elemente mit symphonischen Parts der Klassik verbindet. Die Metal-Bands werden hier in der Regel von einem Orchester, einzelnen klassischen Musikinstrumenten oder einem Keyboarder unterstützt. Prägnant ist auch der Gesang. Von der ganzen Kombination sind die Fans dieser Musikrichtung begeistert. «Der Anhänger des symphonischen Metal ist ein Allrounder. Unsere Musik ist sehr melodiös und kann somit auch vom Teilzeit-Metaler gut gehört werden. Einige Parts sind dann aber schon sehr schnell und knallhart auf dem Punkt, was eher den Headbanger anspricht», stellt die Sängerin Debora Lavagnolo fest. «Wir üben einmal in der Woche alle zusammen. Für jeden ist es selbstverständlich, dass er sich zu Hause schon entsprechend vorbereitet, sodass wir speditiv und gute Proben abhalten können.»

Pascal Töngi erinnert daran: «Wir haben uns sehr viel Mühe gegeben und auch einiges investiert, um mit dem neuen Album ‹Das Erbe der Welt› einhergehend auch eine neue Bühnen-Show zu kreieren. Daher hat nicht nur Debora ein neues und aufwändiges Kostüm erhalten, sondern alle Bandmitglieder. Zusammen mit neuen, selber gebauten Licht-Effekten auf der Bühne können wir nun das Album-Konzept auch visuell eindrücklich untermalen. Es lohnt sich also doppelt, sich unsere Live-Show anzusehen.» Und das ist nach der Sommerpause möglich am 14. September in Dörflingen (Rock the Rhy), am 27. September in Aarau (Flösserplatz) und am 5. Oktober in Jona (ZAK).

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