az Leserwandern
9. Etappe: Abtrünnige wählten kurze Route

Zwischen Bremgarten und dem Flachsee gabs einen steilen Aufstieg zum Kloster Hermetschwil. Zum Schluss nahmen einige klammheimlich die Abkürzung.

Barbara Vogt und Samuel Schumacher
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az-Leserwandern neunte Etappe: Von Bremgarten um den Flachsee
21 Bilder
Der Blick in die Ferne
Zoom-Perspektive
Der Flachsee, seit 1975 ein wunderschönes Wanderparadies
Digicam-Ornitologin
Kormoran
Bunte Wegrandblume
Der Flachsee, seit 1975 ein wunderschönes Natur- und Vogelparadies
117 Wanderer marschierten mit der AZ rund um den Flachsee
Junger Vogelbeobachter
Mit dabei bei der AZ-Wandertruppe - Regierungsrat Roland Brogli
Ornitologe Fischer erklärt die Geschichte des Flachsees
Näher ran mit dem Mega-Zoom
Feldstecher im Kleinformat
Der steile Anstieg zum Kloster Hermetschwil
Ornitologe Fischer steht im Schilf
Innenhof des Kloster Hermetschwil
Entenfamilie
Mittelmeer Möve
Rotmilan
Schwan

az-Leserwandern neunte Etappe: Von Bremgarten um den Flachsee

Aargauer Zeitung

Statt der Reuss entlang zu wandern, gingen sie querwaldein und fanden sich bei der Emaus-Kapelle eingangs Bremgarten wieder. Mit gutem Grund: Sie hatten gute 12 Kilometer unter den Füssen, obwohl in der az Aargauer Zeitung die Rede von 8 Kilometern gewesen war.

«Normalerweise stimmt es ja, was wir schreiben», witzelte az-Chefredaktor Christian Dorer beim Apéro auf dem Schellenhausplatz Bremgarten. Hier kamen alle 120 Teilnehmer zusammen, die Abtrünnigen und Folgsamen. Dankbar griffen sie zu einheimischem Wasser, Wein und Sandwiches, offeriert von der Stadt Bremgarten. Stunden zuvor, punkt 9Uhr, hatte sich die Wandergruppe beim Obertor versammelt. Bereits da ging eine Teilnehmerin vorübergehend verloren: die dreijährige Lea. Sie fand den Springbrunnen viel spannender als alles andere.

Der erste Halt der idyllischen Wanderung entlang von Reuss und Flachsee war das Kloster Hermetschwil. Auf steilen Stiegen gings das einzige Mal auf dieser Wanderung bergan. Noch so gerne wäre der prominente Wandergast, Regierungsrat Roland Brogli, etwas länger bei den Nonnen verweilt. «Vielleicht fragen sie mich als Prior an, wenn ich nicht mehr Regierungsrat bin», sagte er und lächelte seine Zuhörerinnen kokett an.

Kokettieren mochte auch der Schwan, der die Wanderer am Flachsee willkommen hiess. Weit schlug er seine Flügel auseinander, elegant tauchte er seinen Hals ins Wasser, fauchend verjagte er Hund Barry, der in einem az-Leserwandern-Artikel bereits Ehre fand, sich jetzt aber schleunigst aus dem Staub machte. Vögel entdeckten die Teilnehmer zuhauf im Naturschutzgebiet von nationaler Bedeutung.

Etwa die Mittelmeermöve, die, so Josef Fischer von der Stiftung Reusstal, sowohl Mittelmeerambiente verströmt als auch Unruhe bei anderen Vögeln stiftet. Da sind die Schilfrohre ganz anders. Sie biegen je nach Wind in die eine oder andere Richtung. «Wie politische Windfahnen», so Fischer. Was Brogli nicht auf sich sitzen liess: «Mit dieser Aussage steht er aber ganz schön im Schilf!»

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